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10.01.2003

13:41 Uhr

..., wenn man als oberster Boss seine Produkte mal selbst an der Ladentheke verkauft?*

Oh, meistens sehr gut. Wo kann ich sonst am besten merken, was der Kunde will, was er für Sorgen hat oder worüber er sich im Umgang mit seinem Handy ärgert? Das bekomme ich im "Shop" hautnah mit. Im Shop sind die Menschen offen und machen ihrem Ärger Luft - auch mir gegenüber. Und dann wird es auch für mich eng: Aber das ist auch der Reiz dieser ungewohnten Rolle, so einen wütenden Kunden zu besänftigen - gerade das spornt mich an. Wenn es mir dann gelungen ist und ein unzufriedener Kunde am Ende sogar seinen Vertrag verlängert, das gibt mir einen richtigen Kick. Eine Motivation.

Läuft es anders herum, kann ich mich über diesen einen verlorenen Kunden aber auch tagelang ärgern, er geht mir nicht mehr aus dem Sinn. Jeder Kunde ist wichtig. Jeder Einzige. Das müssen alle Vodafone-Mitarbeiter begreifen, und dafür lebe ich als früherer Vertriebler ihnen diese Haltung auch vor. Aus voller Überzeugung.

Ich lerne bei jedem dieser Einsätze an der Front dazu. Das sind unschätzbare Werte für mich, denn: Nur wenn ich unsere Kunden kenne und weiß, wo es wirklich hakt, kann ich Gegenwart und Zukunft erfolgreich managen.

Die Frage stellte Claudia Tödtmann

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* Bei Vodafone muss jede Führungskraft vom Abteilungsleiter aufwärts bis zum Geschäftsführer mindestens einmal im Jahr zwei Tage in den eigenen Shops Kunden bedienen. Diese Idee, die vom Deutschland-Chef Jürgen von Kuczkowski stammt, hat sich hier zu Lande bewährt und wird deshalb auch konzernweit in andere Länder exportiert. Er selbst hat jahrzehntelang im Vertrieb auch bei seinem früheren Arbeitgeber SEL und bei Mannesmann Mobilfunk gearbeitet.

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