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26.07.2000

13:17 Uhr

Reuters FRANKFURT. Der Frankfurter Neue Markt hat sich am Mittwochmittag leicht schwächer präsentiert. Händlereinschätzungen zufolge drückt die Stimmung bei den Standardwerten nach dem Scheitern der Fusion von Dresdner Bank und Commerzbank auch auf die Atmosphäre am Wachstumssegment. "Die Musik spielt heute hauptsächlich am Dax, da steht der Neue Markt erstmal im Hintergrund", sagte ein Börsianer. Die Stimmung am Neuen Markt sie sei gedämpft und es gebe keine großen Käufer, hieß es.

Der alle Werte umfassende Nemax-All-Share-Index gab bis gegen 12.45 Uhr MESZ um 0,3 % auf 5 484,14 Punkte nach. Das Blue-Chip-Barometer Nemax 50 verlor 0,57 % auf 6 207,54 Zähler. Die US-Technologiebörse Nadaq hatte am Dienstag mit 4 029,57 Punkten um 1,21 % im Plus geschlossen. Der für den Nasdaq-Auftritt am Mittwoch trendbestimmende Nasdaq-100-Future deutete mit einem Minus von fünf Punkten auf eine knapp behauptete Tendenz hin.

Zu den größten Gewinnern am Neuen Markt gehörten am Vormittag die Papiere der Kabel New Media AG. Die Aktien notierten am Mittag mit 23 Euro um neun Prozent fester. Das Plus sei in erster Linie eine technische Reaktion auf die Kursverluste am Dienstag, sagte ein Händler. Mit ausschlaggebend sei aber auch das Joint Venture mit KarstadtQuelle. KarstadtQuelle und Kabel New Media hatten am Morgen die Gründung eines gemeinsamen Unternehmens für den elektronischen Handel bekanntgegeben.

Ebenfallls fester präsentierten sich die Aktien der IPC Archtec. Der Titel des Vermarkters von Konsumelektronik verteuerte sich um 6,56 % auf 65 Euro. Händler machten für den Kursanstieg die Nachfrage eines Großinvestors verantwortlich. Zu den größten Verlierern am Neuen Markt gehörten die Aktien der Metabox AG. Die Papiere gaben um mehr als acht Prozent auf 181,95 Euro. Händler führten dies auf die in der letzten Nacht veröffentlichten Halbjahreszahlen zurück. Diese seien wohl schlechter ausgefallen, als vom Markt erwartet, hieß es.

Auf der Unternehmensseite teilte die ComRoad AG mit, sie habe sich im zweiten Quartal des laufenden Geschäftsjahres positiv entwickelt und die Prognosen für die kommenden Jahre angehoben. Die Aktien stiegen in der Folge um 9,88 % auf 43,95 Euro.

Weiterhin ruhig zeigt sich das Geschehen in der Vorbörse. Erfolgversprechend sehe nach wie vor die Aktie der Lion Bioscience aus, sagte Norbert Empting von der Börsenmakler Schnigge AG. Als Anhaltspunkt dafür wertet er, dass auf der Käuferseite viele Kleinkunden mit Ordergröße ab 75 Stücken zu sehen seien. Interesse privater Anleger sei in der Vergangenheit immer ein positiver Indikator gewesen. Die Taxe für Lion stehe mit 72,50 zu 75,50 Euro weiterhin deutlich über der Preisspanne von 37 bis 44 Euro. Weniger stabil sei das Niveau bei der auf 21 zu 23 Euro taxierten Adphos-Aktie. Noch werde das Verkausangebot einer Auslandsadresse im Inland nach und nach aufgesogen. Sollte die Nachfrage ausbleiben, könnte die Taxe unter Druck geraten. Derzeit erwartet er einen Zuteilungspreis bei 19 bis 20 Euro. Die Preisfestlegung wird Unternehmensangaben zufolge am Freitag stattfinden.

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