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30.01.2001

17:24 Uhr

dpa WARSCHAU. Die polnische Regierung will bis zum Jahr 2006 ein Drittel ihrer Streitkräfte auf die durchschnittlichen Standards der übrigen NATO-Staaten bringen. Ein entsprechendes Programm sei am Dienstag im Kabinett angenommen worden, sagte Ministerpräsident Jerzy Buzek vor Journalisten in Warschau.

Für die Modernisierung des polnischen Militärs sollen nahezu sechs Mrd. Zloty (etwa drei Mrd. DM) ausgegeben werden. Außer der Modernisierung der technischen Ausrüstung und Anpassung an die NATO-Technik ist eine Verkleinerung der Truppenstärke von 200 000 auf 150 000 Soldaten bis Ende 2003 vorgesehen.

Verteidigungsminister Bronislaw Komorowski zeigte sich vor allem darüber erfreut, dass dem Verteidigungsressort künftig ein Budget in Höhe von 1,95 % des Bruttoinlandprodukts garantiert wird.

Bisher hatte sich Polen, das vor knapp zwei Jahren zusammen mit Tschechien und Ungarn als erste Staaten des ehemaligen Warschauer Pakts dem westlichen Bündnis beigetreten war, auf die organisatorische Umstrukturierung konzentriert. Innerhalb von zehn Jahren wurde die einstige Truppenstärke von rund 400 000 Soldaten nahezu halbiert, die Wehrpflicht von 18 auf zwölf Monate verringert. Künftig ist nach Angaben Komorowskis eine weitere Verkürzung der Wehrpflicht auf neun bis zehn Monate denkbar.

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