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11.01.2002

16:05 Uhr

dpa HAMBURG. Jahrelang haben sich die großen Konzerne der Musikindustrie mit den so genannten Musikpiraten im Internet erbitterte Gefechte vor Gericht geliefert. Unterdessen offerieren zumindest zwei Anbieter ihre kostenpflichtigen Abo-Dienste zunächst in Pilotprojekten und beschränkt auf den amerikanischen Markt im Internet. Ob sie mit ihren Gebührenmodellen und teilweise sehr beschränkten Nutzungsrechten die Begeisterung der Online-Musikfans wecken, bleibt aber weiter abzuwarten.

Als weltweit erster kommerzieller Anbieter der Musikindustrie stellte Mitte Dezember der US-Software-Hersteller RealNetwork seinen Dienst ins Netz. Unter dem Namen Real-One bietet das Unternehmen neben einigen Videoclips vor allem Musiktitel aus dem MusikNet-Katalog der drei Branchenriesen Bertelsmann Music Group (BMG), AOL Time Warner und EMI an. Zugang erhalten vorerst aber nur Nutzer aus den USA. Monatlich zahlen Abonnenten für die Standardversion 9,95 $ (21,80 DM / 11,15 Euro).

Nicht nur ehemalige Fans der seit Sommer geschlossenen Tauschbörse Napster dürfte aber eines enttäuschen: Die Musikstücke sind nur zur limitierten Nutzung (30 Tage) freigegeben, das Brennen der Songs auf CD und selbst das Abspielen auf handelsüblichen MP3-Playern verhindert das kopiergeschützte Format der Musikstücke.

Wenige Tage später war auch das erste Angebot der Konkurrenz auf dem Markt. Unter dem Namen Pressplay bieten Sony und der französische Mischkonzern Vivendi Universal ebenfalls Musikstücke per Abonnement an. Auch hier kostet ein Standard-Abo rund 10 $ und ist ebenfalls vorerst nur für US-Amerikaner freigeschaltet.

Je nach Abo kann sich der Kunde eine bestimmte Anzahl von Musikstücken am Rechner anhören oder einzelne Songs herunterladen. Anders als MusicNet erlaubt Pressplay seinen Kunden sogar weiterhin, einige der ausgewählten Musikstücke auf CDs zu brennen. Pressplay will sein Angebot zunächst auf den Webseiten von Yahoo!, Microsofts MSN- Internet-Service und im Internet-Auftritt des Herstellers von CD-Brenn-Software Roxio präsentieren.

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