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22.01.2001

19:00 Uhr

Geldwäsche...

Geldwäsche...

zz WASHINGTON. Amerikanische Banken sollen es künftig leichter haben, die Quellen von Drogengeldern aufzuspüren. Sie dürfen sich selbst nicht an der Korrumpierung ausländischer Politiker beteiligen. Das sind die wesentlichsten Ziele neuer Richtlinien für das amerikanische Kreditgewerbe, die noch kurz vor dem Regierungswechsel von der scheidenden Clinton-Administration veröffentlicht worden sind.

Die Verschärfung der Geldwäschevorschriften war schon 1999 angekündigt worden, als bekannt wurde, dass 7 Mrd. $ russische Schwarzgelder über die Bank of New York geschleust worden waren. Etwa zur gleichen Zeit wurden Mängel in der internen Überwachung des Geldflusses und der Konten bei der Citibank aufgedeckt.

Die zunächst nur auf freiwilliger Basis geltenden neuen Richtlinien sehen Prozeduren vor, mit denen amerikanische Banken korrekte Informationen über ausländische Kontobesitzer, die der Korruption verdächtigt werden, erhalten können. Die Richtlinien listen auch verdächtige Transaktionen auf, die von den Kreditinstituten genauer überprüft werden sollen.

"Korrupte ausländische Politiker untergraben die amerikanischen Anstrengungen zur Schaffung demokratischer Institutionen und zu einer besseren weltweiten wirtschaftlichen Entwicklung", erklärte Ex-Finanzminister Lawrence Summers, dessen Behörde federführend bei der Entwicklung der neuen Richtlinien war. "Unsere Richtlinien werden dazu beitragen, dass amerikanische Banken korrupten ausländischen Politikern nicht unbewusst helfen."

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