Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

28.01.2003

15:58 Uhr

Kanzler appelliert an Kampfgeist

Schröder über Gabriel: Auch wenn er verliert, hat er Zukunft

Bundeskanzler Gerhard Schröder sieht die politische Karriere von Niedersachsens Ministerpräsident Sigmar Gabriel (beide SPD) auch nach einer möglichen Niederlage bei der Landtagswahl am Sonntag nicht am Ende - und von einer Niederlage ist derzeit auszugehen.

Sigmar Gabriel, Foto: dpa

Sigmar Gabriel, Foto: dpa

Reuters BERLIN. "Dass Sigmar Gabriel eines der großen politischen Talente in der SPD ist, da kann doch gar kein Zweifel darüber aufkommen. Das ist so, und das wird auch so bleiben. Und den Rest wird man sehen", sagte Schröder dem Radiosender NDR Info am Dienstag in Berlin. "Ich würde ihm dringend abraten zu privatisieren, weil ich finde, er hat viel einzubringen in die niedersächsische, in die deutsche Politik. Und was ich ihm gegenwärtig rate, ist das, was ich auch tue: nämlich kämpfen." Schröder war vor seiner Zeit als Bundeskanzler selbst Ministerpräsident in Niedersachsen und hatte Gabriel wiederholt gefördert.

Schröder räumte ein, eine Wende in den Umfragewerten in Niedersachsen sei bisher ausgeblieben. "Das heißt doch nicht, dass man die Flinte ins Korn wirft", sagte der Kanzler. "Wir sind Experten im Gewinnen auf der Zielgeraden." Ein Viertel der Wähler in Niedersachsen sei noch unentschlossen.

Auch im Falle einer Niederlage der SPD bei den Wahlen in Niedersachsen und Hessen und einer dann noch größeren Mehrheit der Union im Bundesrat erwäge er keine große Koalition, fügte Schröder hinzu. Stattdessen sei es nötig, bei den Reformthemen die Gemeinsamkeiten zu suchen.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×