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03.04.2003

17:15 Uhr

Kartellamt macht Weg frei für Neuordnung

Deutscher Tankstellenmarkt wechselt die Farben

Der Weg für die Neuordnung auf dem deutschen Tankstellenmarkt ist frei. Die Auflagen für die beiden Fusionen der Unternehmen Veba Oel (Aral) mit BP sowie Shell mit DEA seien fristgerecht erfüllt worden, teilte das Bundeskartellamt am Donnerstag in Bonn mit.

HB/dpa BONN. Die Bedingungen für die Zusammenschlüsse der Deutschen Shell GmbH (Hamburg) und der DEA Mineralöl AG (Hamburg) sowie der Deutschen BP AG (Hamburg) und der Veba Oel AG (Gelsenkirchen) hätten im wesentlichen den deutschen Tankstellenmarkt betroffen.

"Mit der Erfüllung der Auflagen findet ein deutlicher Wechsel im Farbenspektrum des deutschen Tankstellenmarktes statt. So wird ein Eigentümer- beziehungsweise Markenwechsel an 1700 von rund 15 300 Tankstellen in Deutschland vollzogen", sagte am Donnerstag Kartellamtspräsident Ulf Böge. Dabei seien Shell/DEA sowie BP/Veba Oel verpflichtet worden, 5,3 % beziehungsweise 4 % ihrer Marktanteile am inländischen Kraftstoffabsatz zu verkaufen. Hinzu kämen noch Wechsel an Bundesautobahn-Tankstellen.

"Ich bin zuversichtlich, dass von so veränderten, wettbewerbsfördernden Strukturen im deutschen Tankstellenmarkt sowohl der Mineralölmittelstand als auch die Verbraucher profitieren werden", sagte Böge. Die beiden zusammengeschlossenen Unternehmen im Markt werden jeweils rund 2500 Stationen betreiben und Marktanteile von 20 bis 23 % beherrschen, also zusammen fast die Hälfte des deutschen Benzinmarktes.

Die polnische Orlen sowie die österreichische OMV, die nach Angaben der Behörde rund 500 beziehungsweise 280 Tankstellen aus dem dem Pool der BP/Veba Oel erworben haben, waren bislang nicht oder nur im geringen Umfang im deutschen Markt vertreten. Ein dritter großer Erwerber sei TotalFinaElf, die rund 130 Tankstellen aus dem Shell/DEA-Pool übernehmen wolle. Außerdem würden kleinere Pakete von einer Vielzahl von mittelständischen Unternehmen übernommen.

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