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09.02.2001

13:35 Uhr

Kartellrechtlich problematisch

Metro prüft Einstieg bei dem Technik-Kaufhaus Brinkmann

Der drittgrößte Einzelhandelskonzern der Welt, die Metro, erwägt nach eigenen Angaben einen Einstieg bei der in Insolvenz gegangenen Technik Ernst Brinkmann KG. -Kaufhausgruppe

Reuters DÜSSELDORF. Der drittgrößte Einzelhandelskonzern der Welt, die Metro, erwägt nach eigenen Angaben einen Einstieg bei der in Insolvenz gegangenen Technik Ernst Brinkmann KG. -Kaufhausgruppe "Wir prüfen das Thema, aber wir haben zur Zeit kein Interesse an einer kompletten Übernahme", sagte eine Metro-Sprecherin am Freitag in Düsseldorf. In Metro-Kreisen hieß es, eine vollständige Übernahme der Kette mit 46 Häusern sei kartellrechtlich problematisch, weil in mehreren Städten Media-Saturn-Filialen und Brinkmann-Häuser nahe beieinander liegen würden. Analysten bezeichneten die Pläne der Metro als sinnvoll. Brinkmann hatte am 1. Februar wegen drohender Zahlungsunfähigkeit Insolvenzantrag gestellt.

"Die Prüfung wird innerhalb der nächsten Wochen abgeschlossen sein", sagte die Metro-Sprecherin zu einem möglichen Einstieg weiter. Bislang habe der Konzern bei der Media-Saturn-Gruppe organisch zu wachsen. Metro betreibt 314 Media-Saturn-Märkte. Analysten sagten, ein Einstieg bei Brinkmann mache Sinn, wenn Metro etwa beim Einkauf Kostenvorteile erzielen könnte.

Der Geschäftsführende Gesellschafter der Ernst Robert Meyer, in dieser Woche mitgeteilt, namhafte Partner hätten ein mögliches Interesse geäußert, große Teile von Brinkmann zu übernehmen. Namen hatte Meyer allerdings nicht genannt. Früheren Angaben zufolge schreibt die Gruppe mit 46 Einzelunternehmen und 4500 Beschäftigten seit mehreren Jahren rote Zahlen. Bei Umsätzen von rund zwei Mrd. DM habe der Verlust im Jahr 2000 etwa 30 Mill. DM betragen, sagte Meyer. Im Vorjahr habe die Gruppe "noch etwas schlechter" abgeschnitten. Die Bankverbindlichkeiten der Gruppe belaufen sich nach Meyers Angaben auf rund 69 Mill. DM.

In den vergangenen Tagen hatte es bereits Spekulationen gegeben, Karstadt Quelle und die US-Handelskette Wal-Mart interessierten sich für Brinkmann interessierten. Während Karstadt das Gerücht dementierte, wollte Wal-Mart die Spekulationen nicht kommentieren.

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