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28.02.2003

14:03 Uhr

Kaschmirkonflikt weiter im Fokus

Indien erhöht Militärausgaben wegen

Die Atommacht Indien hat trotz des steigenden Defizits und der Armut im Land die Militärausgaben wegen des Konflikts mit Pakistan um fast 17 Prozent erhöht.

HB/dpa NEU DELHI. Wenn es um die Sicherheit des Landes gehe, gebe es keine Kompromisse, sagte Finanzminister Jaswant Singh am Freitag im Parlament bei der Vorlage des Haushalts 2003/2004. Nach Verteidigungsausgaben in Höhe von 560 Milliarden Rupien (11,2 Milliarden Euro) im laufenden Etat sollen es im kommenden Finanzjahr, das am 1. April beginnt, 653 Milliarden Rupien werden.

Pakistan warf Indien "Kriegshysterie und hegemonistische Pläne" vor. "Wir betrachten das mit Sorge", sagte der pakistanische Informationsminister Sheikh Rashid. Im vergangenen Jahr war es zwei Mal fast zu einem Krieg zwischen den Atommächten gekommen. Indien wirft Pakistan vor, den Terrorismus zu fördern und den Konflikt im geteilten Kaschmir anzuheizen. Im Jahr 2000 hatte Indien den Verteidigungsetat um 28 Prozent erhöht, 2001 um 13 Prozent und im vergangenen Jahr um 5 Prozent.

Angesichts mehrerer Wahlen sind im Haushalt Steuererleichterungen für die Mittelklasse vorgesehen. Das Defizit allein der indischen Bundesregierung steigt im kommenden Finanzjahr auf 1,5 Billionen Rupien (30 Milliarden Euro). Das entspricht 5,6 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Gut 40 Prozent der eine Milliarde Inder müssen mit weniger als einem Dollar (0,93 Euro) am Tag auskommen. Singh teilte in seiner Haushaltsrede mit, es sei eine Kommission eingesetzt worden, die nach Wegen zur Bekämpfung der Armut und zur Entwicklung der ländlichen Regionen suchen soll.

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