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01.03.2004

17:25 Uhr

Kassenschlager DVD

Silber-Scheiben auf Gold-Kurs

Mit digitaler Qualität wurde die Digital Versatile Disc - also die DVD - zum Kassenschlager. Und auch als Aufname-Medium setzt sich die Silberscheibe immer mehr durch, denn Multiformat-Geräte nehmen dem Formate-Dschungel den Schrecken.

HB HAMBURG. Von der Schallplatte zur CD, von der analogen VHS-Kassette zur DVD - die Erfolgsgeschichten gleichen sich, allerdings hat die DVD ungleich schneller die Wohnzimmer erobert. "Das digitale Zeitalter ist eingeläutet", sagt Lars Wülfken, Produktmanager für HiFi und DVD bei Panasonic. Nicht nur gehöre mit DVD-Spielern und-Rekordern schlechte Bildqualität und kompliziertes Handling endgültig zur Vergangenheit. DVDs sind das einzige echte Brückenmedium zwischen Fernseher und Computer und somit zwischen Wohnzimmer und Schreibtisch.

Die Absatzkurve der DVD-Rekorder zeigt steil nach oben. Im vergangenen Jahr wurden in Deutschland rund 290 000 der digitalen Aufnahmegeräte verkauft. 2002 waren es 58 000, hat die Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik (gfu) erhoben. "Für das laufende Jahr erwarten wir einen Absatz von 710 000 Geräten", sagt Sprecher Roland M. Stehle. Bei den einfachen Abspielgeräten ist der Trend hingegen schon wieder rückläufig: Wurden 2002 noch sechs Mill. Player verkauft (2001: 4,9 Millionen), waren es im vergangenen Jahr nur noch 5,48 Millionen.

"Der Markt für die Player ist schon fast gesättigt", sagt Klaus Petri von Philips. Das geht offenbar mit dem "Geiz ist geil"-Trend einher. "Deutschland ist das Land, in dem die DVD-Player am wenigsten kosten. Hier sind sie sogar günstiger zu haben als ein herkömmlicher VHS-Rekorder", sagt Oliver Trettin, stellvertretender Geschäftsführer des Bundesverbandes Audiovisuelle Medien (BVV).

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