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07.01.2003

14:15 Uhr

Kaufpreis nicht bezahlt

Kinowelt-Übernahme kommt nicht voran

Die geplante Übernahme des insolventen Medienkonzerns Kinowelt kommt trotz einer Finanzierungszusage der Sparkasse Leipzig nicht voran. Der Kaufpreis sei bis zum Fälligkeitstermin am 31. Dezember nicht bezahlt worden, teilte Insolvenzverwalter Wolfgang Ott am Dienstag in München mit.

HB/dpa MÜNCHEN. Die Banken hätten die Verzögerung mit der Komplexität der Finanzierungsstrukturen begründet. Auch durch die Feiertage sei die fristgerechte Prüfung durch die Bank daher nicht möglich gewesen. Die Finanzierung der Übernahme sei dadurch aber nicht gefährdet.

Nach einer monatelangen Hängepartie hatte sich die Sparkasse Leipzig Mitte Dezember bereit erklärt, die Übernahme des Kerngeschäfts durch eine Investorengruppe um die Firmengründer Rainer und Michael Kölmel zu finanzieren. Der Kaufpreis von 32 Mill. ? sollte noch im vergangenen Jahr bezahlt werden. Nach der Übernahme wollen die Kölmels den Sitz der Firma von München nach Leipzig verlagern.

Der Einigung war ein wochenlanges Tauziehen vorausgegangen. Die Sparkasse hatte den Kreditvertrag nochmals überprüft, nachdem der Freistaat Sachsen eine Bürgschaft zurückgezogen hatte. Das Geschäft hatte sich zuvor bereits wegen Ermittlungen der Münchner Staatsanwaltschaft gegen die Kölmel-Brüder wegen Insolvenzverschleppung und Untreue verzögert. Michael Kölmel musste sogar für mehrere Tage in Untersuchungshaft.

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