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28.06.2000

11:28 Uhr

vwd HONGKONG. Die Esprit Holding Ltd, Hongkong, hat das Verschieben des Börsengangs ihrer Tochter Esprit Europe AG, Düsseldorf, mit der derzeit "schwierigen Marktsituation" für den Bekleidungseinzelhandel in Europa begründet. Wie der Konsortialführer Goldman Sachs am Mittwoch in Hongkong erklärte, trat die Muttergesellschaft beim Going Public auf die Bremse, nachdem sie in den vergangenen Tagen bei vergleichbaren europäischen Unternehmen wie Hugo Boss und Hennes & Mauritz sinkende Aktienkurse beobachtet hatte. Goldman Sachs habe Esprit geraten, bessere Marktbedingungen abzuwarten.

Den Angaben zufolge war die Emission überzeichnet. Anleger konnten die Aktien vom 19. bis 26. Juni zeichnen. Die Bookbuilding-Spanne lag bei 14,00 bis 17,00 Euro. Die Erstnotiz im Amtlichen Handel in Frankfurt war für den 28. Juni vorgesehen, aber schon am Dienstag blieb die Bekanntgabe des Emissionspreises aus.

Für Esprit sei der Börsengang der europäischen Tochter keine "Operation zur Beschaffung neuen Kapitals", sagte Peter Rose, Sprecher von Goldman Sachs. Mit dem Going Public in Europa wolle Esprit näher an die Anleger rücken, in deren Region ein großer Teil des Unternehmensgewinns erwirtschaftet werde. Ziel sei ein Aktienkurs gewesen, der die Unternehmensaussichten besser reflektiere, so Rose.

Esprit Europe werde ein Listing in Frankfurt nur dann anstreben, wenn das Marktumfeld sich wieder verbessert habe, hieß es dazu aus Unternehmenskreisen.

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