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23.01.2002

17:23 Uhr

Kein großer Preisschub durch Euro-Bargeldeinführung

Eichel: Erste Indikatoren zeigen Aufschwung an

Bundesfinanzminister Hans Eichel sieht erste Anzeichen dafür, dass das Konjunkturtal in der Eurozone bald durchschritten sein wird.

Quelle: Handelsblatt

vwd/rtr BERLIN. Das sagte Eichel bei einer Pressekonferenz mit seinem französischen Amtskollegen Laurent Fabius am Mittwoch in Berlin und verwies auf eine Wachstumsprognose der EU-Kommission von 1,3 %.

Eichel und Fabius stellten sich demonstrativ hinter den europäischen Stabilitäts- und Wachstumspakt. Nur Budgetdisziplin und eine künftig bessere Koordination der Wirtschaftspolitiken könnten auf Dauer den Euro zu einem Erfolg machen.

Weiterhin ist er Befürchtungen entgegen getreten, dass die Euro-Bargeldeinführung zu einem starken Teuerungsschub geführt habe. Dies sei in der Statistik bislang nicht nachweisbar, sagte Eichel. Es werde gemutmaßt, dass die Inflation im Januar um rund zwei Prozent liegen könnte, sagte Eichel. Fabius sagte auf die Frage, ob es wegen des hohen deutschen Staatsdefizits notwendig sei, einen so genannten blauen Brief der EU an Deutschland zu senden: "Es gibt keinen Anlass oder Grund, Alarm zu schlagen".

Zur Disussion um die Nachfolge des französischen EZB-Ratsmitglieds Christian Noyer, der im Mai aus seinem Amt scheiden wird, sagte Eichel: "Für mich ist es selbstverständlich, dass Frankreich im Präsidium und Direktorium der EZB vertreten ist." Zugleich bekannte sich Eichel zu den Zielen des europäischen Stabilitätspaktes.

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