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07.03.2003

07:55 Uhr

Kein hinreichender Tatverdacht

Schlappe für Springer-Erben

Die Staatsanwaltschaft hat das Verfahren gegen den Testamentsvollstrecker Servatius eingestellt.

lip HAMBURG. Schwere Schlappe für Axel Sven Springer, Erbe des Berliner Axel Springer Verlags: Die Staatsanwaltschaft Hamburg hat das Ermittlungsverfahren gegen Bernhard Servatius, Testamentsvollstrecker und ehemaliger Aufsichtsratschef von Europas größtem Zeitungskonzern, eingestellt. Dies bestätigt die Staatsanwaltschaft Hamburg. Es gäbe keinen "hinreichenden Tatverdacht", betonte ein Sprecher.

Sven Springer hatte Servatius Anfang des Jahres wegen des Verdachts auf Betrug und Unterschlagung angezeigt. Die Staatsanwaltschaft hatte daraufhin die Ermittlungen aufgenommen. Sven Springer war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. Er habe die Möglichkeit gegen die Einstellung der Strafanzeige Beschwerde einzulegen, betonte die Staatsanwaltschaft.

Der Springer-Erbe warf dem Aufsichtsratschef vor, nach dem Tod des Unternehmensgründers wichtige Erbschaftsdokumente unterschlagen zu haben. Dazu gehörten Gesellschafts- und Erbenverträge sowie alle Urkunden aus dem Nachlass des Verlagsgründers.

Servatius will gegen Sven Springer keinen Strafantrag wegen falscher Verdächtigungen und übler Nachrede stellen. "Ich tue mich schwer, einen Enkel Axel Springers den Strafverfolgungsbehörden zu überantworten", erklärte Servatius.

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