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03.01.2002

11:02 Uhr

Kein Interesse an Consors

ING-Chef: Wir wollen keine deutsche Bank kaufen

Der niederländische Finanzkonzern ING plant nach den Worten seines Vorstandsvorsitzenden Ewald Kist keinen weiteren Bankzukauf in Deutschland. "Ich will keine deutsche Bank kaufen", sagte Kist in einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

Reuters FRANKFURT. Zur Gruppe gehört in Deutschland bereits die BHF Bank. Außerdem verfügt ING über eine 49-prozentige Beteiligung an der Allgemeinen Deutschen Direktbank (DiBa), die in den kommenden Monaten auf 70 % aufgestockt werden soll. Aussagen aus Unternehmenskreisen und von DiBa-Chef Bernhard Hafner von Anfang Dezember zufolge, soll ING auch an dem zum Verkauf stehenden Online-Broker Consors interessiert sein. ING hatte dies damals aber dementiert.

"Wir sind in Deutschland noch nicht dort, wo wir hinwollen, und auch noch nicht richtig aufgestellt", sagte Kist. "Aber wir haben erste gute Schritte gemacht." Für den ING-Chef ist nach Angaben der Zeitung logisch, den Anteil an der DiBa mittelfristig auf 100 % aufzustocken, da die Bank dann leichter zu führen sei. Ihre Aktivitäten im Direktbankgeschäft will der Konzern früheren Aussagen zufolge in Europa generell ausbauen.

Im Zuge dieser Ausbaustrategie hatte Diba-Chef Hafner Anfang Dezember sein Haus und damit auch den künftigen Mehrheitsaktionär ING als Interessenten für Consors ins Spiel gebracht. "Eine Consors wäre so verkehrt nicht", hatte er in einem Interview gesagt. Aus Unternehmenskreisen hatte es wenig später dazu geheißen, ING sei Gesprächen zwischen DiBa und Consors nicht abgeneigt. Der Finanzkonzern wies ein Interesse an Consors jedoch in scharfer Form zurück.

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