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02.05.2003

17:50 Uhr

Kein Start in Hamburg

Comeback von Thomas Haas weiter ungewiss

Die Hoffnungen von Thomas Haas auf ein Comeback beim Masters Turnier in seiner Heimatstadt Hamburg vom 12. bis 18. Mai haben sich endgültig zerschlagen.

HB/dpa MÜNCHEN. "Realistisch ist das nicht. Ich bin noch nicht so weit wie ich sein müsste", sagte der Tennisprofi bei einer Pressekonferenz am Rande des ATP-Turniers in München am Freitag. Auch der anschließende World Team Cup in Düsseldorf und die French Open in Roland Garros werden ohne den 25-Jährigen stattfinden. "Es wird noch ein paar Wochen dauern, oder länger." Haas hatte sich im Dezember 2002 nach einem Sehnenriss einer Schulteroperation unterziehen müssen und konnte seitdem kein Turnier mehr bestreiten.

Nach wie vor kann der in Florida lebende Haas "nur alle zwei, drei Tage ein paar Bälle schlagen." Und ein Ende der Leidenszeit ist nicht in Sicht. Trotz der nur äußerst langsam voranschreitenden Rehabilitation will sich die ehemalige Nummer zwei der Welt nicht aus der Ruhe bringen lassen. "Ich mache jeden Tag meine Kraftübungen. Ich will auf keinen Fall zu früh anfangen", sagte er. Eventuell ist beim Rasenturnier im westfälischen Halle vom 9. Juni an wieder mit Haas zu rechnen. "Das wäre ein guter Termin", sagte er.

Die Hoffnungen auf eine erfolgreiche Rückkehr hat er trotz der schweren Zeit nicht aufgegeben. "Ich bin heiß wie nie zuvor. Ich komme zurück, vielleicht giftiger als je zuvor. Ich will am Ende meiner Karriere zufrieden zurückblicken können. Das Ziel bleibt ein Grand-Slam-Titel."

Obwohl Haas an Aufgabe angeblich keinen Gedanken verschwendet, hat er in der Tennis freien Zeit offenbar schon Ideen für die Zeit nach seiner aktiven Karriere gesammelt. "Es muss etwas mit Tennis zu tun haben. Vielleicht so etwas wie der Patrik Kühnen jetzt macht", sieht er im Daviscup-Teamchef ein berufliches Vorbild.

Erstmals seit seiner Trainingsverletzung und der Operation kurz vor Weihnachten in New York präsentierte sich Haas mit neuer Kurzhaarfrisur in Deutschland. Die Rolle als Zaungast fiel dem Profi aber nach eigener Aussage schwer. "Ich bin kein guter Zuschauer. Ich spiele lieber selber", sagte der Olympia-Zweite von Sydney 2000.

Die Zeit der Verletzung nutzte Haas bewusst, um sich auch abseits der Tennis-Szene zu bewegen. "Ich war bei Holiday on Ice und habe Katharina Witt kennen gelernt. Und bei Arnold Schwarzenegger war ich zum Zigarrenabend eingeladen", erzählte er. Auch am Wochenende zieht Haas einen Besuch beim Formel-1-Rennen in Barcelona dem Münchner Tennis-Turniers vor. "Das ist halt doch mal was anderes."

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