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07.06.2000

20:35 Uhr

Kein verbessertes Angebot der Arbeitgeber

HBV kündigt Streiks an

Die fünfte Tarifrunde für den NRW-Einzelhandel ist gescheitert. Möglicherweise drohen nun Arbeitskampfmaßnahmen...

AFP DUISBURG/DÜSSELDORF. Die Tarifverhandlungen für die 470.000 Beschäftigten im nordrheinwestfälischen Einzelhandel sind aus Sicht der Gewerkschaften am Mittwoch in der fünften Runde gescheitert. Wie der Verhandlungsführer der Deutsche Angestellten-Gewerkschaft (DAG), Dieter Heimann, erklärte, wurden die rund dreistündigen Gespräche in Duisburg ergebnislos abgebrochen. Die Arbeitgeber hätten die Rückkehr zu einem anteiligen Urlaubsgeld in Höhe von 55 Prozent des Verkäufergehalts verweigert. Bereits in der dritten Runde hatten sie einen Festbetrag angeboten.

Außerdem legten die Arbeitgeber DAG-Angaben zufolge kein verbessertes Angebot zur Anhebung der Gehälter und Ausbildungsvergütungen vor. Heimann sagte, diese Haltung könne auch die vorgesehene tarifliche Altersversorgung im Einzelhandel gefährden.

Die große Tarifkommission der DAG für den Einzelhandel solle nun über das Scheitern der Verhandlungen beraten und möglicherweise Urabstimmungen und Arbeitskampfmaßnahmen beschließen. Auch die Gewerkschaft Handel, Banken und Versicherungen (HBV) kündigte Streiks in den kommenden Tagen an.

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