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08.01.2003

15:42 Uhr

Keine Angaben über Kaufpreis

Kaiserslautern versilbert Fritz-Walter-Stadion

Zur Sanierung seiner maroden Finanzen will Fußball-Bundesligist 1. FC Kaiserslautern sein "Tafelsilber" veräußern. FCK-Vorstandschef René C. Jäggi bestätigte am Mittwoch Überlegungen, das Fritz-Walter-Stadion an einen Investor abzutreten, um einem möglichen Konkurs zu entgehen.

HB/dpa KAISERSLAUTERN. Über die Höhe des Kaufpreises wollte Jäggi allerdings keine Angaben machen.

Der Verkauf des Stadions, das weiter den Namen des vor einem halben Jahr gestorbenen Lauterer Fußball-Idols Fritz Walter tragen soll, ist Teil eines Sanierungskonzeptes, auf das sich die Gläubigerbanken, das Land Rheinland-Pfalz und die Stadt Kaiserslautern mit dem angeblich mit 30 Mill. ? verschuldeten Verein einigten. "Wir haben vier Wochen Zeit, dieses Konzept umzusetzen", sagte Jäggi. Einen Käufer für das Stadion hat der Verein allerdings offensichtlich noch nicht gefunden.

Der Ludwigshafener Chemiekonzern BASF winkte schon vor einigen Wochen bei einem entsprechenden Vorstoß der Lauterer ab. Nach Angaben von Jäggi führt an dem Verkauf der Traditionsarena kein Weg vorbei. "Wir haben zur Sanierung nichts anderes anzubieten - es gibt keine Alternativen", sagte der Schweizer, der auch mit kleinen Schritten den sportlich und finanziell schwer angeschlagenen Verein sanieren will.

So sollen im Personalbereich - nicht nur bei den Profis - in absehbarer Zeit empfindliche Einschnitte nicht mehr ausgeschlossen sein. Der 1. FC Kaiserslautern ist offenbar auch durch Forderungen des Finanzamtes unter zusätzlichen Druck geraten: Die Finanzbehörden fordern für dubiose Finanzvereinbarungen des Clubs mit einigen Spielern wie Youri Djorkaeff und Taribo West Nachzahlungen vermutlich in Höhe mehrerer Mill. ?.

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