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22.01.2003

15:18 Uhr

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Keine Angst vor dem teuren Euro

Er steigt und steigt und steigt, weil der Dollar immer tiefer in die Knie geht. Der Euro ist zum Teuro geworden. Aber nur für diejenigen, die aus dem Dollarraum kommen.

Inzwischen müssen mehr als 1,07 Dollar für einen Euro gezahlt werden. Und kaum einer unter den Devisenexperten hat Angst vor einer Fortsetzung dieses Trends in den kommenden Monaten. Die Marke von 1,10 Dollar kann schneller erreicht werden als vorhergesagt.

Wer heute in den Wirtschaftsseiten der Tagespresse blättert, findet fast überall Positives zum Euro. Anders gesehen hat die US-Währung in den zurück liegenden drei Monaten rund 8 Prozent verloren und ist damit auf ein Dreijahres-Tief gefallen. Niemand kann objektiv beweisen, welche Faktoren dabei welches Gewicht haben. Aber keine Frage: Die kontinuierlich zunehmende Kriegsangst ist der Hauptgrund für das "Raus aus dem Dollar, Rein in den Euro".

Inzwischen hat die deutsche Industrie bestätigt, dass sie sich auch gegen einen weiteren Dollarverfall gewappnet hat - die meisten Dax-Unternehmen haben ausreichende Devisensicherungsgeschäfte in ihren Büchern. Damit wird die aktuelle Währungsentwicklung also keine gravierende Belastung für unsere Exportwirtschaft.

Aufpassen müssen aber Sie als Privatanleger, wenn Sie auf Dollar lautende Wertpapierbestände in ihren Depots haben. Denn dann drohen empfindliche Währungsverluste, die einen Teil der Kursgewinne aufzehren bzw. Kursverluste noch verschlimmern würden! Zur Verdeutlichung: Wir reden jetzt vom Außenwert einer Währung, vom Verhältnis zweier Währungen untereinander. Das hat nichts zu tun mit der Teuro-Diskussion der Verbraucher, wenn es um die Kaufkraft im Inland, um den Binnenwert geht.

Übrigens, ein Tipp, wie sie verspätet DM-Millionär werden können: Besuchen Sie das Geldmuseum der Deutschen Bundesbank in Frankfurt; dort können Sie für 80 Euro eine Million D-Mark kaufen.

Machen Sie?s gut - bis morgen!

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