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18.01.2002

13:42 Uhr

Keine eigenen Impulse

Neuer Markt tendiert schwächer

Der Neue Markt tendiert am Freitag Mittag bei geringen Umsätzen schwächer. Angesichts fehlender eigener Impulse hänge der weitere Verlauf von der Wall Street ab, sagten Händler.

Reuters FRANKFURT. Die Indizes für die Werte am Neuen Markt in Frankfurt haben zum Wochenausklang bei ruhigem Geschäft und geringen Umsätzen nachgegeben. Der Abgabedruck bleibe aber trotz der enttäuschenden Geschäftszahlen und düsteren Ausblicke, die mehrere US-Technologiefirmen am Donnerstag nach US-Börsenschluss veröffentlicht hätten, gering, sagte ein Händler. Angesichts fehlender eigener Impulse zeichne der deutsche Markt lediglich die nachbörsliche Entwicklung der Terminkontrakte auf die US-Indizes ab. Von der Tendenz der Wall Street werde auch der weitere Kursverlauf in Deutschland abhängen.

Der Nemax 50 lag am Mittag 1,6 Prozent im Minus bei 1 156 Zählern. Der Nemax All Share verlor 1,17 Prozent auf 1 108 Punkte.

Der US-Software-Konzern Microsoft hatte mitgeteilt, auf Grund hoher Prozesskosten im vierten Quartal weniger verdient zu haben. Im gleichen Zeitraum verbuchte der Computer-Hersteller IBM einen Gewinnrückgang auf 1,33 von 1,48 Dollar je Aktie im Vorjahresquartal. Außerdem teilte IBM mit, keine schnelle Verbesserung der Branchensituation zu erwarten. Der Netzwerkausrüster Nortel wies Umsatz- und Gewinneinbrüche aus und kündigte für das erste Quartal 2002 weitere Einbußen an.

Brain International zogen nach der Bekanntgabe von Forderungsverzichten kräftig an. Die Titel von Brain verteuerten sich um 12,92 Prozent auf 2,71 Euro. Das Unternehmen hatte am Donnerstag mitgeteilt, durch den Verzicht ehemaliger Gesellschafter auf Darlehen und Zinsforderungen in Höhe von 8,1 Millionen Euro die Eigenkapitalbasis verbessert zu haben.

Der niederländische Reparaturdienstleister Teleplan erwartet erwartet eigenen Angaben zufolge durch neue Großaufträge einen jährlichen Umsatzschub von rund 23 Millionen Euro. Süss Microtec hatte die Übernahme von Vermögen und Aufträgen des insolventen Laborausrüsters B.L.E. Laboratory Equipment für 3,7 Millionen Euro angekündigt. Mit Blick auf den Kursanstieg um 0,42 Prozent auf 16,60 Euro beziehungsweise den Kursverlust von 0,82 Prozent auf 30,30 Euro sagte ein Marktteilnehmer, angesichts des schwachen Gesamtmarktes seien diese an sich guten Nachricht verpufft.

Der zum Verkauf stehende Discount-Broker Consors benötigt eigenen Angaben vom Donnerstag zufolge netto mindestens 45 000 Neukunden, um im angelaufenen Jahr die Gewinnschwelle zu erreichen. Die Aktie verlor zeitweise 2,3 Prozent und tendierte am Mittag praktisch unverändert bei 10,85 Euro.

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