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18.02.2004

15:57 Uhr

Keine Entscheidung über mögliche Anleihe

Borussia Dortmund wird Gürtel enger schnallen

Der Klub will mit einem Sparprogramm auf seine aktuelle Finanzkrise reagieren. In der kommenden Saison werde der Etat um 20 Millionen Euro eingedampft, kündigt Präsident Gerd Niebaum im Gespräch mit dem Handelsblatt an. Spielerverkäufe sind dann unausweichlich.

BVB-Präsident Gerd Niebaum will sparen. Foto: dpa

BVB-Präsident Gerd Niebaum will sparen. Foto: dpa

HB DÜSSELDORF. "Für die kommende Saison werden wir zunächst ohne Champions League planen und unser hartes Kostenmanagement fortsetzen. Wir halten eine Kostenreduzierung von bis zu 20 Millionen Euro in allen Aufwandspositionen für möglich", sagte Niebaum gut eine Woche vor der Bilanzpressekonferenz des ersten börsennotierten deutschen Fußballclubs. Darüber hinaus schließt der hoch defizitäre Club "gezielte Transfers" nicht aus. "Wir verstehen diese Maßnahmen nicht als Ausverkauf, sondern als vernünftige Konsolidierungsmaßnahme. Auf Stars werden wir auch künftig nicht verzichten", sagte Niebaum.

Bei den möglichen Transfers könnte es sich nach Informationen des Handelsblattes um die Spitzenspieler Tomas Rosicky, Jan Koller oder den Brasilianer Dede handeln, an denen offenbar in- und ausländische Clubs ihr Interesse angemeldet haben. Ein Verkauf von Thorsten Frings steht dagegen demnach nicht zur Debatte.

Um den Investitionsbedarf in die Verbesserung der Infrastruktur des Westfalenstadions und in den Bau eines Trainingsgeländes zu decken, denkt die Borussia Dortmund über verschiedene Finanzierungsoptionen nach. In den Medien wurde mehrfach eine Anleihe über 100 Mill. Euro kolportiert. Niebaum hierzu gegenüber dem Handelsblatt: "Von 100 Millionen war nie die Rede. Zur Debatte standen zwei Tranchen in Höhe von jeweils 35 Millionen Euro. Wir prüfen dieses Finanzierungsinstrument, haben aber überhaupt noch nicht entschieden", sagte Niebaum.

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