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04.04.2003

08:17 Uhr

Keine formalen Bindungen zu El Kaida

Kein Beweis für Terrorgruppen in Somalia

Für die häufig beschworene Existenz internationaler Terrorgruppen in Somalia gibt es nach einem neuen Bericht der Vereinten Nationen (UN) keine Beweise. In dem am Freitag veröffentlichten Dokument gehen die drei Autoren jedoch davon aus, dass die Verantwortlichen für die jüngsten Terroranschläge in Ostafrika über Somalia an ihre Zielorte gekommen sind.

HB/dpa MOGADISCHU. Seit den Anschlägen des 11. September 2001 haben die USA das Land am Horn von Afrika immer wieder als Hort für Terroristen benannt. Nach dem Zusammenbruch des Regimes von Siad Barre 1991 gibt es dort keine verbindlichen Regierungsstrukturen. Eine Übergangsregierung wird vom Großteil des moslemischen Landes nicht anerkannt. Der dort operierenden fundamentalistischen Organisation Al Ittihad wurden enge Drähte zum Terrornetzwerk El Kaida nachgesagt.

"Während das Untersuchungsteam umfassende Beweise dafür hat, dass Al Ittihad weiter in Somalia arbeitet, scheint die Organisation nur wenige formale Verbindungen zur El Kaida zu haben", heißt es hingegen in dem UN-Bericht. Die Gefahr bestehe jedoch weiterhin, dass Somalia als Transitland für Terroristen und terroristisches Materials diene.

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