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12.02.2002

11:30 Uhr

Keine Fusion

Transnet schlägt Verdi Kooperation vor

Die Eisenbahnergewerkschaft Transnet hat der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi eine Zusammenarbeit in der Tarifpolitik für den öffentlichen Nahverkehr angeboten, strebt aber keine Fusion an.

Reuters HAMBURG. "Eine Fusion steht nicht zur Debatte und wird auch nicht angestrebt", sagte Transnet-Sprecher Michael Klein am Dienstag auf Anfrage in Berlin. Mit Verdi wolle Transnet im Zusammenhang mit dem von der Bundesregierung geplanten Tariftreuegesetz Mindeststandards für Entlohnung, Arbeitszeit und Qualifizierung vereinbaren. Eine Reaktion von Verdi auf das Angebot war zunächst nicht zu erhalten.

Mit Verdi war vor einem Jahr aus der Fusion der fünf Einzelgewerkschaften ÖTV, HBV, DAG, IG Medien und der Postgewerkschaft die mit drei Mill. größte DGB-Gewerkschaft hervorgegangen. Seitdem wird immer wieder spekuliert, weitere Gewerkschaften könnten sich dem Bündnis anschließen.

Kein "Dumping-Wettbewerb"

Transnet verwies darauf, dass es bei der zunehmenden Regionalisierung im Bahnverkehr wichtig sei, soziale Mindestkriterien durchzusetzen. Es müsse verhindert werden, dass ein "Dumping-Wettbewerb" einsetze. Billiganbieter mit Dumpinglöhnen dürften nicht zum Zuge kommen.

Das geplante Tariftreuegesetz zielt vor allem auf den Baubereich und den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) ab. Durch den Einsatz von untertariflich bezahlten Arbeitskräften am Bau kommt es nach Ansicht der Bundesregierung dort zu Wettbewerbsverzerrungen, die Arbeitsplätze bei tarifgebundenen mittelständischen Betrieben in Gefahr bringen. Im ÖPNV werden ähnliche Entwicklungen wegen der bevorstehenden Liberalisierung in Europa erwartet.

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