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17.02.2003

18:13 Uhr

Keine Stellungnahme vom Bundeswirtschaftsministerium

Irak erhielt angeblich mobile Labors aus Deutschland

Irak hat nach Angaben eines deutschen Entwicklungshelfers in den achtziger Jahren mindestens acht mobile Labors für biologische und chemische Kampfstoffe aus der Bundesrepublik erhalten.

Reuters BERLIN. "Sicher ist, dass noch Ende der achtziger Jahre mindestens acht dieser mobilen Labors aus der Bundesrepublik Deutschland in den Irak geliefert worden sind", sagte der für Medico International tätige Entwicklungshelfer Hans Branscheidt dem ARD-Magazin "Report München" einem Vorabbericht vom Montag zufolge. Branscheidt hat nach eigenen Angaben die Fahrzeuge im Jahre 1988 des öfteren in Irak im Einsatz gesehen. Die Labors könnten nicht nur zum Schutz der eigenen Truppen verwendet werden, sondern auch zur Produktion etwa von Pockenviren.

Branscheidt bestätigte gegenüber Reuters seine Aussagen. Die Zahl von acht Labors habe er aus einem Bericht der Bundesregierung an das Parlament aus dem Jahre 1991 entnommen. Er könne leider nicht konkreter werden, sagte Branscheidt weiter.

Vom Bundeswirtschaftsministerium war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten. Der amerikanische Außenminister Colin Powell hatte am 5. Februar vor dem Uno-Sicherheitsrat gesagt, Irak verfüge über mobile Waffenlabors. Die USA werfen Irak vor, trotz internationalen Drucks nicht abzurüsten und gegen die Uno-Resolutionen zu verstoßen. Die Regierung in Washington hat dem Land schon mehrfach mit einem Militärschlag gedroht.

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