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07.02.2001

16:13 Uhr

Keine Verhandlungen mit Scharon

Arafats Fatah-Bewegung ruft zu Ausweitung des Aufstands auf

Die Fatah-Bewegung von Palästinenser-Präsident Jassir Arafat hat zur Ausweitung des Aufstandes gegen Israel aufgerufen. In einer Erklärung der Fatah-Führung im Westjordanland hieß es am Mittwoch, der künftige israelische Ministerpräsident Ariel Scharon werde Israel keinen Frieden bringen können.

Reuters JERUSALEM. Intifada und Widerstand böten die Chance, die israelische Besatzung los zu werden, Freiheit, Rückkehr der Flüchtlinge, Unabhängigkeit und Souveränität zu erreichen. Scharon, der am Dienstag mit großem Vorsprung vor Amtsinhaber Ehud Barak gewählt worden war, hatte die Palästinenser aufgerufen, ihren Aufstand zu beenden und über einen "realistischen Frieden" zu verhandeln.

Es dürfe keine Verhandlungen mit Scharon geben, forderte die Fatah weiter. Die Bewegung ist die treibende Kraft hinter dem seit September andauernden Aufstand, in dem mindestens 383 Menschen umgekommen sind. Die Palästinenser geben an, der Aufstand sei von einem Besuch Scharons an einem Heiligtum der Moslems auf dem Tempelberg in Jerusalem ausgelöst worden.

Arafat hatte erklärt, er respektiere das Wahlergebnis und hoffe auf eine Fortsetzung der Friedensverhandlungen. Am Ende der letzten Verhandlungsrunde vor der Wahl hatten Arafat und Barak erklärt, sie seien einer Einigung so nahe gekommen wie nie zuvor.

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