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18.02.2002

15:02 Uhr

Keine Verhandlungen über niedrigeren Preis

Liberty will Kabelnetz-Einstieg nicht um jeden Preis

Das US-Kabelnetzunternehmen Liberty Media will den Einstieg ins deutsche Kabelnetz nicht um jeden Preis erzwingen. "Wir gehen davon aus, dass keine Ministererlaubnis beantragt wird", sagte Liberty-Rechtsanwalt Frank Montag am Montag in Frankfurt.

dpa FRANKFURT/MAIN. Auch mit einer Erlaubnis hätte das Unternehmen eine Behörde im Nacken, die diesen Kauf eigentlich nicht wollte, sagte er. Da das amerikanische Unternehmen dem Bundeskartellamt auch am Freitag keine Zugeständnisse gemacht hatte, wird das Kartellamt den Kauf der Telekomkabelnetze vermutlich verbieten.

Auch die Übernahme des Kabelnetzbetreibers Telecolumbus durch Liberty wird unwahrscheinlicher. Die Kartellhüter hatten ebenfalls in diesem Fall eine Abmahnung an Liberty geschickt. "wir gehen davon aus, dass das Amt auch diese Übernahme untersagen wird", sagte Montag. Der Telecolumbuskauf mache für Liberty ohne die Telekomnetze aber ohnehin keinen Sinn.

Verhandlungen mit der Telekom über einen niedrigeren Preis für die Kabelnetze gebe es nicht. "Das Geschäftsmodell ist langfristig wichtiger als der Preis", begründete Montag. Doch dazu gehört für den Konzern die Integration des Telekomkabelnetzes mit so genannten Anbietern der "letzten Meile", die Kabelanschlüsse bis in die Wohnzimmer anbieten. Wie Beispielsweise Telecolumbus. Allerdings ist auch eine solche Integration dem Kartellamt ein Dorn im Auge.

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