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30.04.2003

12:34 Uhr

Kerngeschäft sind kleinere Batterien

Varta wird nach Ausverkauf zum Mittelständler

Der Batteriehersteller Varta wird nach dem Ausverkauf großer Teilbereiche zu einem mittelständischen Unternehmen. Nach Angaben des Vorstandsvorsitzenden Georg Prilhofer werde 2003 ein Umsatz von rund 200 Millionen Euro angepeilt.

HB/dpa HANNOVER. Die Varta AG werde aber mit dem künftigen Kerngeschäft mit kleinen Batterien schwarze Zahlen schreiben, Einzelheiten nannte Prilhofer am Mittwoch in Hannover nicht.

Im Bilanzjahr 2002 hatte der Konzern bereinigt noch rund 944 (2001: 923) Millionen Euro Umsatz erzielt. Er beschäftigt künftig noch rund 775 Mitarbeiter in Deutschland, ganz überwiegend am Standort Ellwangen (Baden-Württemberg). In der Verwaltung in Hannover bleiben bis Jahresende weniger als zehn Personen von zuletzt rund 50 übrig.

Das traditionsreiche Unternehmen hatte wegen der Erträge aus dem Verkauf der Sparten Auto- und Gerätebatterien an die US-Firmen Johnson Controls und Rayovac für etwa 575 Millionen Euro einen Rekord-Überschuss von 160 Millionen Euro erzielt. Es werde eine Dividende von 13,50 (2001: 0,20) Euro ausgeschüttet mit einem Volumen von 267 Millionen Euro. Damit profitierten auch die Aktionäre von den Verkäufen, die vor allem zur Sicherung der Standorte in Deutschland vorgenommen worden seien, betonte Prilhofer. Etwa 94 Prozent der rund 20 Millionen Anteile halten ein Konsortium der Deutsche-Bank-Tochter DB Investor sowie zwei Mitglieder der Quandt-Familie.

Varta selbst will sich künftig als Varta Microbattery GmbH auf das weltweite Geschäft mit kleinen Batterien konzentrieren. Die Marke wird aber auf Grund detaillierter Regelungen mit den Käufern auch für Auto- und Gerätebatterien erhalten bleiben. Prilhofer verspricht sich viel von den neuen aufladbaren Lithium-Polymer-Batterien, bei denen Varta weltweit führend in der Entwicklung sei.

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