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03.01.2005

16:11 Uhr

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KfW führt risikogerechte Zinsen in Förderprogrammen ein

Die KfW führt zum 1. 4. 2005 in den gewerblichen Förderprogrammen risikogerechte Zinsen ein und ...

Die KfW führt zum 1. 4. 2005 in den gewerblichen Förderprogrammen risikogerechte Zinsen ein und ermöglicht damit eine individuelle Zinsgestaltung bei diesen Krediten. Jeder Unternehmer wird zukünftig mit den Risikokosten belastet, die er auch verursacht. Bisher gelten einheitliche Zinssätze für alle Unternehmen. Das neue risikogerechte Zinssystem stellten Wolfgang Clement , Bundesminister für Wirtschaft und Arbeit, und Hans W. Reich , Sprecher des Vorstands der KfW Bankengruppe, in Frankfurt vor. Für die kreditwirtschaftlichen Verbände Bundesverband deutscher Banken (BdB), Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) und Deutscher Sparkassen- und Giroverband (DSGV) begrüßte DSGV-Präsident Dr. Dietrich H. Hoppenstedt die baldige Einführung des risikogerechten Zinssystems und stellte die sich dadurch ergebenden positiven Perspektiven für das Fördergeschäft vor.
Durch das risikogerechte Zinssystem werden wieder mehr Unternehmen Zugang zu Förderkrediten erhalten. Denn auch für schwächere Unternehmen, denen der Zugang zu Förderkrediten heute häufig versperrt ist, steigen die Chancen auf eine günstige KfW-Finanzierung. Zudem setzt das risikogerechte Zinssystem Anreize für Mittelständler, ihre wirtschaftlichen Verhältnisse zu verbessern. Belohnt wird der, der gute wirtschaftliche Verhältnisse vorweisen kann.
Das neue risikogerechte Zinssystem hat die KfW in enger Zusammenarbeit mit der Bundesregierung und den Verbänden der Kreditwirtschaft erarbeitet. Nach diesem System bestimmen zwei Einflussgrößen den Zinssatz, den ein Mittelständler für einen Förderkredit zahlen muss: 1. Die wirtschaftlichen Verhältnisse des Unternehmens, d.h. die Bonität des Kreditnehmers (diese bestimmt sich u.a. durch Eigenkapitalquote, Verschuldungsgrad); 2. Die Werthaltigkeit der Sicherheiten, die das Unternehmen für den Kredit stellen kann.
Bonität und Sicherheiten eines Unternehmens werden von der Hausbank ermittelt, die wie bisher auch das volle Risiko für diese Förderkredite trägt. Banken und KfW haben sich hierfür auf sechs Bonitätsklassen und vier Besicherungsklassen geeinigt. Jedem Unternehmen wird von der Hausbank individuell die jeweilige Klasse zugeordnet. Durch Kombination dieser beiden Klassen ergeben sich sieben Preiskorridore, die mit maximalen Obergrenzen versehen sind.
Legt man das heutige Zinsniveau zugrunde, so bewegen sich die Obergrenzen für das Basisprogramm "Unternehmerkredit" mit 10-jähriger Laufzeit zwischen 3,6% p.a. effektiv in der untersten und 6,6% p.a. effektiv in der obersten Preisklasse.
Details zur Einführung des risikogerechten Zinssystems sowie Informationen zu den Bonitäts-, Besicherungs- und Preisklassen sind abrufbar unter: http://newsletter.kfw.de/inxmail2/url?66673c16

Quelle: FINANZ BETRIEB, 03.01.2005

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