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22.01.2003

19:07 Uhr

Klage mangels Erfolgsaussichten zurückgezogen

Rückschlag für klagende Comroad-Aktionäre

Aktionäre der wegen Bilanzfälschungen in die Schlagzeilen geratenen Comroad AG haben mit ihren Schadenersatzforderungen einen Rückschlag erlitten.

Reuters MÜNCHEN. Der Anlegeranwalt Frank Pletka sagte am Mittwoch, er habe eine Zivilklage vor dem Amtsgericht München gegen das frühere Neuer-Markt-Unternehmen mangels Erfolgsaussichten zurückgezogen. Der Richter habe ihm angedeutet, dass mit der bisherigen Rechtsprechung ein Schadenersatzanspruch unwahrscheinlich sei. Das Oberlandesgericht München habe bisher alle derartigen Klagen abgewiesen, sagte Pletka.

Das Landgericht München hatte im November den früheren Comroad-Chef Bodo Schnabel wegen Kursbetruges, Insiderhandels und gewerbsmäßigen Betruges zu sieben Jahren Haft verurteilt. Schnabel hatte eingeräumt, er habe seit 1998 fast den gesamten Umsatz des Unternehmen erfunden. Die Deutsche Börse hatte Comroad nach Bekanntwerden der Manipulationen vom Neuen Markt ausgeschlossen.

Er wolle vermutlich jetzt die Entscheidung des Bundesgerichtshofes (BGH) zu Zivilklagen von Infomatec-Aktionären abwarten, bevor er eine neue Klage einreiche, sagte Pletka, der rund 50 Comroad-Aktionäre vertritt. Vor dem BGH werde derzeit eine Revision von Infomatec-Aktionären verhandelt, die sich wie bei Comroad vom Vorstand über die wahre Entwicklung des Unternehmens getäuscht fühlten.

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