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14.06.2000

11:10 Uhr

Klage soll Änderungen bei der Allianz von Leo Kirch und Rupert Murdoch erbringen

ARD klagt in Sachen Digital-TV offiziell gegen die EU-Kommission

Die ARD hat ihre Ankündigung wahr gemacht und Klage vor dem Europäischen Gerichtshof gegen die Pay-TV-Allianz von Leo Kirch und Rupert Murdoch eingereicht.

dpa HAMBURG. Wie die ARD am Mittwoch mitteilte, wurde die Schrift am Vortag in Luxemburg fristgerecht übergeben. Der öffentlich-rechtliche Sender wirft dem Münchner Kirch- Konzern und seinem anglo-amerikanischen Partner Murdoch vor, die Konkurrenz beim digitalen Fernsehen zu behindern. Kirch/Murdoch sollen gezwungen werden, die für den Empfang der Digitalprogramme notwendige d-box allen TV-Anbietern für die Ausstrahlung ihrer Programme ohne Diskriminierung zur Verfügung zu stellen.

Die Klage richtet sich formell gegen die EU-Kommission, die im März das Zusammengehen der Pay-TV-Sender BSkyB (Murdoch) und Premiere World (Kirch) unter Auflagen genehmigt hat. Murdoch war bei Kirchs Bezahlsender Ende vergangenen Jahres mit 24,9 Prozent eingestiegen. Diese Entscheidung soll jetzt nochmals auf ihre Unbedenklichkeit hin überprüft werden. Der ARD-Vorsitzende Peter Voß sagte am Mittwoch, die ARD habe sich die Entscheidung nicht leicht gemacht. Das Verfahren werde zeigen, ob die umfangreichen Auflagen der EU-Kommission tatsächlich die marktbeherrschenden Stellung des Bezahlfernsehens von Kirch und Murdoch verhindern könnten. Die ARD argumentiert, dass sie zahlreiche digitale Dienste und Programme nur eingeschränkt oder überhaupt nicht über die d-box anbieten kann.

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