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06.06.2000

14:09 Uhr

Klarer Sparkurs führt zu deutlich besserem Ergebnis

Fabasoft wider Erwarten mit gutem Ergebnis

Nach Bekanntgabe des Geschäftsergebnisses gehörte die Aktie zu den größten Kursgewinnern unter den Wachstumswerten.

Reuters FRANKFURT. Der am Frankfurter Neuen Markt notierte Softwarehersteller Fabasoft aus dem österreichischen Linz hat 1999/2000 wider Erwarten schwarze Zahlen geschrieben. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) habe bei 325 000 Euro gelegen, sagte Vorstand Leopold Bauernfeind am Dienstag in Frankfurt.

Analysten seien nach einem Vorjahresgewinn von 933 000 Euro davon ausgegangen, dass der Anbieter von Software für die Kundenverwaltung das zum 31. März endende Geschäftsjahr mit einen Verlust zwischen zwei und 3,3 Mill. Euro abschließen werde. "Wir haben ganz deutlich besser abgeschnitten als erwartet und das trotz eines starken Wachstums", sagte Bauernfeind.

Die Betriebsleistung, die den Umsatz sowie Erlöse aus Forschungsprojekten enthalte, sei um 86 % auf mehr als acht Mill. Euro angestiegen. Darin sei die zum 31. Dezember übernommene Coostart nicht berücksichtigt, da noch die Zustimmung der Hauptversammlung am 27. Juni ausstehe. Unter Berücksichtigung von Coostart ergebe sich sogar eine Steigerung der Betriebsleistung um 93 %, sagte Bauernfeind.

Das deutlich besser als erwartete Ergebnis führt das Unternehmen auf verringerte Kosten zurück. "Einsparungen gab es quer durch alle Planungskostenpositionen mit Ausnahem der Kosten des Börsengangs", sagte Vorstand Helmut Fallmann. Das Unternehmen verfolge einen sehr klaren Sparkurs.

Zu den weiteren Zielen des Unternehmens sagte Bauernfeind, dass der Vertrieb organisch wachsen solle und in den kommenden Jahren zusätzlich durch Akquisitionen ausgebaut werden solle. Auf diese Weise solle das Geschäft auf eine breitere Basis gestellt werden, unter anderem, um die saisonale Abhängikeit zu reduzieren.

Im wichtigen Geschäft mit öffentlichkeitsnahen Organisationen werde Fabasoft versuchen, künftig auch Zertifikate in Deutschland, Großbritannien und der Schweiz zu erhalten.

Um die Handelbarkeit mit der Fabasoft-Aktie zu erleichtern und das Handelsvolumen zu erhöhen, plane das Unternehmen einen Aktiensplitt. Den Aktionären solle die teilweise Umwandlung einer Kapitalrücklage von etwa 6,69 Mill. Euro in das Grundkapital und die Ausgabe von Berichtigungsaktien im Verhältnis eins zu drei vorgeschlagen werden. Jeder Aktionär erhielte somit für jeweils eine gehaltene Stückaktie drei Gratisaktien.

Die Aktie der Fabasoft AG gehörte am Dienstagmittag zu den größten Kursgewinnern unter den Wachstumswerten. Am frühen Nachmittag notierte das Papier in einem uneinheitlichen Gesamtmarkt mit 103 Euro um mehr als zehn Prozent im Plus.

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