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27.04.2003

19:35 Uhr

Klose schießt Lautern zum Sieg gegen Werder

Bielefeld verpasst Sprung ans rettende Ufer

Arminia Bielefeld hat im Kampf um den Klassenverbleib in der Fußball-Bundesliga zwei wichtige Zähler eingebüßt, aber mit einer "Energie-Leistung" beim 2:2 (0:2) gegen Energie Cottbus immerhin eine Heim-Niederlage verhindert. Gleichzeitig machte der 1. FC Kaiserslautern dank eines verwandelten Handelfmeters von Nationalspieler Miroslav Klose einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt - zumindest sportlich.

HB/dpa BIELEFELD/KAISERSLAUTERN. Durch Tore von Christoph Dambrowski (56.) und Artur Wichniarek (58.) machten die Ostwestfalen am Sonntag noch einen 0:2-Rückstand wett. Für Cottbus war Marco Gebhardt (1./40.) zwei Mal erfolgreich. Bielefeld hat trotz nunmehr 36 Punkten einen Sprung in sichere Tabellenregionen verpasst. Nach dem achten Spiel in Folge ohne Sieg kann der Tabellenletzte Energie Cottbus (25) trotz des Punktgewinns dagegen bereits für die Zweite Liga planen.

Die Partie vor 21 477 Zuschauern auf der Alm begann mit einem Paukenschlag: Gebhardt sorgte nach nur 35 Sekunden nach einer Vorlage von Marcel Rozgonyi für die Cottbuser Führung. Der frühe Rückstand schien die Bielefelder vollends zu verunsichern. Spielerisch schwach fehlte vor der Pause die Verbindung zwischen Abwehr, Mittelfeld und Angriff, Cottbus zog sich in die Verteidigung zurück und versuchte mit einigen Kontern zum Erfolg zu kommen.

Zwei Bielefelder Abseitstore von Rüdiger Kauf (22.) und Mamadou Diabang (38.) sowie Diabang (11.), Christoph Dabrowski (13.) und Fatmir Vata (32.) brachten keinen Erfolg. Kurz vor der Halbzeit dann das überraschende zweite Tor, nachdem Bielfelds Libero Bastian Reinhardt das Laufduell gegen Gebhardt verlor - Torwart Mathias Hain sah bei dem Schuss nicht gut aus.

In Halbzeit zwei schafften die Bielefelder dann innerhalb von zwei Minuten die Wende. Dabrowski im Nachsetzen (56.) und per Kopf der Pole Wichniarek mit seinem elften Saisontor (58.) sorgten für den Ausgleich. Die starke kämpferische Leistung sollte jedoch nicht mehr belohnt werden. Bielefeld schien sich mit der Punkteteilung offenbar zufrieden zu geben und schaltete in der Schlussphase einen Gang zurück. Cottbus blieb bei sporadischen Konterangriffen zwar gefährlich, konnte aber auch keine Akzente mehr setzen.

FCK fast gerettet

Mit einem 1:0 (0:0)-Zittersieg gegen Werder Bremen stürmten derweil die Pfälzer auf Tabellenplatz zehn und vergrößerten den Vorsprung auf einen Abstiegsplatz vier Spieltage vor Ende der Saison auf sieben Punkte. Allerdings ist das Restprogramm mit nur noch einem Heimspiel gegen Dortmund äußerst schwer, so dass Vorstandschef René C. Jäggi von einer Rettung noch nicht sprechen wollte. "Wir brauchen 40 Punkte", sagte der Schweizer. Und dazu fehlen noch zwei Zähler.

Für die Bremer, die "Rebell" Razundara Tjikuzu für den Gelb- gesperrten Paul Stalteri aufboten, ist der UEFA-Cup nach dem neunten Saisontreffer von Klose in der 65. Minute wohl schon verspielt. Fünf Punkte hinter dem Fünften, den Hamburger SV, dürften schwerlich aufzuholen sein. Kaiserslautern siegte vor 39 791 Zuschauern im Fritz-Walter-Stadion zum sechsten Mal in Serie und blieb zum sechsten Mal ohne Gegentor.

Dabei konnten die Lauterere in der ersten Halbzeit mit zwei Gesichtern nur eine Viertelstunde mit Schwung und Elan überzeugen. Doch dann übernahmen die Bremer das Kommando. Während die Gastgeber vor allem bei Standards gefährlich waren, kamen die Hanseaten dank ihrer Ball- und Kombinationssicherheit immer wieder zu guten Chancen. Doch wie schon in den vergangenen Spielen trafen Ailton, Fabian das Tor nicht.

Als Basler, der sich bei einem Pressschlag mit Krisztian Lisztes eine Schienbeinprellung zuzog, in der 35. Minute vom Platz humpelte, riss bei Lautern vorübergehend ganz der Faden. Das nötige Glück (oder war es fehlende Konzentration?) fehlte Neu-Kapitän Miroslav Klose nach Wiederbeginn gleich zwei Mal binnen zwei Minuten, in denen er an Werder-Keeper Pascal Borel scheiterte.

Doch drei Mal ist Bremer Recht, wie es so schön heißt. Und so überwand Klose den Bremer Schlussmann in der 65. Minute per Elfmeter, nachdem Angelos Charisteas den Ball im Strafraumgewühl mit der Hand abgewehrt hatte. Ailton hatte nur fünf Minuten später nach einem prima Konter zwar den Ausgleich auf dem Fuß, aber FCK-Torhüter Tim Wiese reagierte auch in dieser Szene glänzend und sicherte den Sieg.

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