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20.03.2006

11:35 Uhr

Kolumne: Die Finanzprofis

6 000 – oder doch nicht?

VonHermann Kutzer

Ein Streifzug durch die Medien von gestern und heute wird Sie nicht viel weiter bringen, denn zu unterschiedlich klingen die Analysen und Prognosen. Da heißt es zum einen, das Durchstoßen der großen Indexmarke nach oben sei nur noch eine Frage der Zeit – der Dax über 6 000 Punkte ein Thema auf Wiedervorlage.

Generell optimistisch für Aktien äußeren sich auch einige amerikanische Investmentbanken. Europäische Fondsexperten assistieren mit der These, dass unsere Aktienmärkte weiter von hoher Liquidität und dem steigenden Übernahmefieber profitieren sollten. Und namhafte Chartisten sind ja schon seit Wochen überzeugt , dass der Trend nach oben gerichtet bleibt, peilen Indexstände von über 6 200 Punkten an.

Andererseits mangelt es nicht mehr an mahnenden Stimmen, die zumindest mit einer stärkeren Korrektur als die jüngste Verschnaufpause rechnen. „Manager erwarten fallen Kurse“, ist heute ebenfalls zu lesen, und zwar unter Bezug auf Statistiken, wonach Top-Manager verstärkt Aktien der eigenen Unternehmen verkaufen – ein Warnsignal, das vor allem in den USA schon seit Längerem beachtet und ernst genommen wird.

Das Positive ist die Meinungsvielfalt selbst – man könnte auch von „Unsicherheit“ sprechen –, denn sie verhindert das Aufkommen ungesunder Euphorie. So richtig schwach gestimmt ist eigentlich niemand. Auch kann man die aktuelle Ausgangslage nicht mit Mitte 1998 vergleichen, als der Dax erstmals diese Marke gestestet hatte, um sie dann im Zuge einer überschwänglichen Hausse im Dezember 1999 rasant zu überwinden.

Sie brauchen also nicht nervös zu werden, zumal Sie wissen, dass und wie Sie Kursverluste begrenzen sollten.

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