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13.02.2004

14:03 Uhr

Kolumne: Die fünf Weisen

Keine Zeit, um Zeitfresser zu besiegen

VonJochen Kienbaum

Die Arbeitsbelastung der Manager nimmt stetig zu und die Zeit, alles zu erledigen, wird immer knapper. Der Ansatzpunkt, um die täglich nutzlos verrinnende Zeit in Griff zu bekommen, ist durchdachtes Unterscheiden.

Jochen Kienbaum ist Chef der Unternehmensberatung Kienbaum Consulting.

Jochen Kienbaum ist Chef der Unternehmensberatung Kienbaum Consulting.

Zeit ist ein gerecht verteiltes Gut. Jedem Menschen stehen davon genau 1 440 Minuten pro Tag zur Verfügung. Zeit ist sehr kostbar. Niemand kann auch nur eine einzige vergangene Minute zurückholen. Logisch wäre, dass alle Menschen ihre begrenzte Zeit kontrolliert nutzen. Auch Manager stellen jedoch für sich fest: Wieder ist ein Tag vergangen - und Zeit wurde verschwendet. So einiges, geschäftliches und privates ist einmal mehr liegen geblieben.

Spontane Meetings, plötzliche Anrufe, eilige Aufträge: Die Arbeitsbelastung der Manager nimmt stetig zu und die Zeit, alles zu erledigen, wird immer knapper. Zum Stichwort Zeit spuckt die Suchmaschine des Online-Buchhändlers Amazon knapp 11 500 Titel aus. Allen Büchern ist gemeinsam: Sie wollen Tricks für die effiziente Nutzung des Faktors Zeit in der High-Speed-Gesellschaft vermitteln. Doch wer hat wirklich die Zeit, sich durch diesen Papierberg zu wühlen und möglichst Zeit sparend die Methode zu finden, um Zeitfresser zu besiegen?

Der Ansatzpunkt, um die täglich nutzlos verrinnende Zeit in Griff zu bekommen, ist durchdachtes Unterscheiden. Jeder muss sich fragen: Was ist wichtig? Das Setzen von Prioritäten im beruflichen und privaten Bereich gibt die Orientierung. Dabei ist es sinnlos, jede Minute eines Arbeitstages zu verplanen. Solche Ziele sind von vorne herein zum Scheitern verurteilt. Sinnvolles Zeitmanagement gibt mehr, es schafft die Voraussetzung für die innere Balance. Es sollte sich herumgesprochen haben: Stress macht krank. Die Mediziner nennen es Hurry Sickness, seelische und körperliche Krankheiten, verursacht durch die tägliche Hektik. Laut Weltgesundheitsbehörde WHO leiden mehr als 37 Millionen Menschen in Europa an Depressionen - als Folge von Stress.

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