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22.02.2002

12:40 Uhr

Das ist die erste gute Nachricht seit langem für den deutschen Arbeitsmarkt: Florian Gerster, der Bernhard Jagoda an der Spitze der Bundesanstalt für Arbeit ablösen soll, ist ein Reformer mit Durchsetzungskraft, der der Arbeitsmarktpolitik in jüngster Zeit viele Impulse gegeben hat. Der SPD-Minister aus Rheinland-Pfalz hat Mut zu ungewöhnlichen Ideen und genüg Rückgrat, sich mit Lobbyisten und Besitzstandswahrern anzulegen. Ihm ist die Mammutaufgabe zuzutrauen, die in Mißkredit geratene Arbeitsbehörde grundlegend zu moderniseren. Er kann dabei auf Vorschläge von VW-Vorstand Peter Hartz, dem Erfinder der Vier-Tage-Woche beim Autobauer, zählen. Das macht einen Erfolg noch wahrscheinlicher.

Bundeskanzler Gerhard Schröder hat dieser Befreiungsschlag etwas Luft verschafft. Doch was ist mit Walter Riester? Mal wieder musste der Kanzler seinem zaudernden Arbeitsminister das Heft aus der Hand nehmen - "Chefsache" Jagoda-Ablösung. Den Gerüchten über ein schwaches Kabinettsmitglied, dem nach der Bundestagswahl die Ablösung droht, gibt das neue Nahrung. Ein potenzieller Nachfolger steht seit heute nicht mehr zur Verfügung - Florian Gerster.

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