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06.06.2000

11:58 Uhr

Kommission hat viele Beschwerden und Kommentare erhalten

Brüssel verschiebt Entscheidung zu AOL-Time Warner

Die EU-Wettbewerbshüter haben ihre Entscheidung über die Großfusion zwischen den US-Konzernen America Online (AOL) und Time Warner um knapp zwei Wochen auf den 19. Juni verschoben. Grund dafür seien Zugeständnisse, die beide Seiten gemacht hätten, sagte eine EU-Sprecherin am Dienstag in Brüssel. Diese müssten nun durch die Behörde von EU-Wettbewerbskommissar Mario Monti geprüft werden.

afp BRÜSSEL/HAMBURG. Eigentlich sollte die Entscheidung am Donnerstag getroffen werden. Die Kommission muss nun am 19. Juni festlegen, ob sie die Fusion sofort genehmigt oder ob sie eine so genannte vertiefte Prüfung einleitet, die bis zu vier Monate dauern kann.

Die Entscheidung über die Fusion zwischen der Warner-Musiksparte und EMI steht für den 14. Juni an. Nach Presseberichten vom Dienstag will die EU-Kommission diesen Zusammenschluss möglicherweise genauer prüfen, nachdem Musiker aus Skandinavien am Montag in Brüssel Beschwerde einlegten und eine Abspaltung einzelner Firmenbereiche forderten.

Die EU-Sprecherin konnte dies nicht bestätigen. Sie räumte aber ein, dass die Brüsseler Wettbewerbshüter angesichts der Dimension des Zusammenschlusses viele Beschwerden und Kommentare erhielten. Time Warner Music und die britische EMI hatten im Januar ihre Fusion zum Weltmarktführer Warner EMI Music angekündigt.

AOL will Time Warner im Zuge eines Aktientausches für 184 Milliarden Dollar (379 Mrd DM) übernehmen. Die Verbindung des Zeitungs- und Fernsehgeschäfts mit dem Online-Business könnte die gesamte Medienbranche umwälzen. Die neue AOL Time Warner Inc. soll gut 30 Milliarden Dollar im Jahr umsetzen.

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