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20.06.2000

21:37 Uhr

Konferenz in Genf

Nordkorea will 250 Mill. US-Dollar Agrarhilfe

Nordkorea fordert drastische Unterstützung, um die Nahrungsmittelknappheit zu überwinden. Nach US-Informationen sind bereits zwei Millionen Menschen verhungert.

Reuters GENF. Nordkorea benötigt in den drei Jahren bis Ende 2002 zum Aufbau seiner landwirtschaftlichen Produktion nach eigenen Angaben Hilfe in Höhe von rund 250 Mill. US-Dollar (über 500 Mill. DM), um Nahrungsmittelknappheit und Unterernährung zu überwinden. Der stellvertretende Außenminister Choe Su Hon sagte am Dienstag auf einer Konferenz in Genf, mit solcher Hilfe werde Nordkorea bis Ende 2002 das anvisierte Ziel einer ausreichenden Getreideproduktion von 5,5 Mill. Tonnen erreichen. Das Manuskript der Rede wurde Reuters zugänglich gemacht.

Das kommunistische Nordkorea leidet immer noch unter den Auswirkungen von Missernten seit 1997. US-Schätzungen gehen davon aus, dass bis zu zwei Millionen Nordkoreaner - etwa zehn Prozent der Gesamtbevölkerung - verhungert sein könnten.

Choe sagte dem Manuskript zufolge, Lebensmittelknappheit und Unterernährung gebe es weiterhin in einigen Teilen des Landes. "Wir können sagen, dass wir in einem Übergangsstadium sind", sagte Choe vor den Delegierten aus 22 Geber-Staaten, darunter den USA, China, Japan und Südkorea. Es sei im Interesse der ganzen Welt, dass Nordkorea seinen Plan, sich in drei Jahren selbst ernähren zu können, erreiche. Von den Geldern sollten in erster Linie Kunstdünger, Benzin für Traktoren und Chemikalien gekauft werden, um den heruntergewirtschafteten landwirtschaftlichen Staatsbetrieben einen modernen und effizienten Betrieb zu ermöglichen.

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