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23.01.2003

08:47 Uhr

Konjunktur

Euro-Raum: Auf der Kippe

Die Euro-Zone steht derzeit am Rande einer neuen Rezession. Schuld daran ist vor allem die miese Lage in Deutschland, dem größten Land der Euro-Zone.

ost DÜSSELDORF. Die Euro-Zone steht derzeit am Rande einer neuen Rezession. Schuld daran ist vor allem die miese Lage in Deutschland, dem größten Land der Euro-Zone. Insgesamt sind die Konjunktur-Signale derzeit allerdings widersprüchlich: In Italien, Nummer drei in der Euro-Zone, fiel die Stimmung der Konsumenten im Januar auf den tiefsten Stand seit über sechs Jahren, in Frankreich dagegen waren die Konsumenten zuletzt in echter Einkaufsstimmung.

Vergleichsweise wacker schlägt sich auch die Industrie - nach einem schwachen Oktober stieg die Produktion in Frankreich, Deutschland und in der gesamten Euro-Zone im November deutlich an. "Eine Erinnerung, dass die wirtschaftliche Aktivität nicht ganz so schwach ist, wie manche Kommentatoren meinen", sagt Thomas Mayer, Europa-Chefvolkswirt der Deutschen Bank. Allerdings: Von einem Aufschwung aus eigener Kraft fehlt im Euro-Raum jede Spur. Und der Höhenflug des Euros bedroht zunehmend die Exporte. "Der Euro wird zum wichtigsten Abwärtsrisiko", betont José Luis Alzola, Ökonom bei der Citigroup. Allerdings: Sollte die Gemeinschaftswährung weiter aufwerten, werden Zinssenkungen durch die Europäische Zentralbank wahrscheinlicher.

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