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28.07.2000

16:52 Uhr

dpa-afx FRANKFURT. Das Leistungsbilanzdefizit im Euro-Währungsgebiet für das erste Quartal wurde von 1,2 Mrd. auf 7,9 Mrd. Euro revidiert. Im Quartal zuvor hatte die Leistungsbilanz noch ein Plus von 3,3 Mrd. Euro ausgewiesen, teilte die Statistikbehörde Eurostat am Freitag in Brüssel mit.

Ausschlaggebend für das Defizit in der Leistungsbilanz war der geringere Warenhandelsüberschuss (20,2 Mrd. nach 35,3 Mrd. Euro) und das größerer Defizit der Dienstleistungsbilanz (6,7 Mrd. Euro nach 2,9 Mrd. Euro.)

In der Kapitalbilanz waren im Mai 2000 bei den Direktinvestitionen und Wertpapieranlagen per saldo Kapitalabflüsse von insgesamt 15,8 Mrd.. Euro zu verzeichnen gewesen. Bei den Direktinvestitionen dagegen gab es Netto-Abflüsse in Höhe von 10,7 Mrd. Euro. Bei den Wertpapieranlagen waren hingegen per saldo Kapitalabflüsse in der Größenordnung von 5,1 Mrd. Euro zu verzeichnen.

In den ersten fünf Monaten des laufenden Jahres beliefen sich die Netto-Kapitalabflüsse bei den Direktinvestitionen und den Wertpapieranlagen auf insgesamt 74,5 Mrd. Euro und lagen damit erheblich unter dem entsprechenden Vorjahreswert von 118,8 Mrd. Euro.

Auf Grund des neuen Datenmterials hat die EZB die monatlichen Schlüsselaggregate der EWU-Zahlungsbilanz für das erste Quartal 2000 revidiert. So wurde das Leistungsbilanzdefizit von 1,2 Mrd. Euro auf 7,9 Mrd. Euro nach oben korrigiert. Der Netto-Kapitalzufluss in der Kapitalbilanz für den Berichtszeitraum wurde hauptsächlich infolge höherer Netto-Kapitalabflüsse bei den Wertpapieranlagen von 60,2 Mrd. Euro auf 47,8 Mrd. Euro nach unten revidiert, hieß es.

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