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07.02.2003

14:35 Uhr

Konjunktur hat tiefe Spuren hinterlassen

Analyse: Ackermanns Zahlenwerk

VonPhilipp Otto (Handelsblatt)

Nach allen Abzügen kann die Deutsche Bank 2002 einen Gewinn von knapp 400 Millionen Euro verbuchen. Bereinigt um Sondereffekte aus der Rechnungslegungsumstellung, Einmaleffekte wie Erträge aus Beteiligungsverkäufen bzw. Abschreibungen sowie Restrukturierungsaufwendungen verbleiben immerhin 1,8 Milliarden Euro.

HB FRANKFURT. Das sei doch ein tolles Ergebnis in der heutigen Zeit, urteilte Josef Ackermann bei der Vorstellung des Zahlenwerks in Frankfurt. Der Vorstandssprecher der Deutschen Bank war sichtlich bemüht, gute Laune und Optimismus zu verbreiten.

Ganz so toll ist das Ergebnis nun aber nicht. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen haben im Zahlenwerk der Deutschen Bank tiefe Spuren hinterlassen: Das Handelsergebnis ist kräftig eingebrochen, die Risikovorsorge hat sich als Folge von Pleitewelle und internationalen Bilanzskandalen verdoppelt und die ehemals viel gerühmten Investmentbanker verdienen mangels Aufträgen deutlich weniger Geld.

Da macht es sich bezahlt, dass das Privatkundengeschäft nicht wie früher bei der angedachten Fusion mit der Dresdner Bank geplant, an die Allianz abgegeben wurde. Denn operativ steht das größte deutsche Geldhaus wahrlich nicht berauschend da. Das Ergebnis vor Steuern betrug 3,5 Milliarden Euro. Die Erträge aus Beteiligungsverkäufen betrugen ebenfalls 3,5 Milliarden Euro.

Bei einem kann man Ackermann aber sicher zustimmen: Das Ergebnis ist deutlich besser als das, was die andere Großbank am Platz Frankfurt am Mittwoch präsentiert hat. Die Commerzbank musste für 2002 erstmals in ihrer Geschichte einen Verlust ausweisen.

Das Zahlenwerk der Deutschen Bank für das Jahr 2002 finden Sie hier ...

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