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23.01.2003

08:45 Uhr

Konjunktur

USA: Ungleichgewichte belasten

US-Notenbankchef Alan Greenspan fasste die Lage der größten Volkswirtschaft der Welt schon im November griffig zusammen: Die Konjunktur habe einen „soft spot“ erreicht – eine Schwächephase.

ost DÜSSELDORF. US-Notenbankchef Alan Greenspan fasste die Lage der größten Volkswirtschaft der Welt schon im November griffig zusammen: Die Konjunktur habe einen "soft spot" erreicht - eine Schwächephase. Und die hat sie bis heute nicht überwunden: Es droht zwar keine neue Rezession, aber so richtig vom Fleck kommt die US-Wirtschaft auch nicht. Zuletzt ist die Industrie-Produktion überraschend geschrumpft, die Stimmung der Verbraucher hat sich verdüstert, die Lage auf dem Arbeitsmarkt eingetrübt.

Dahinter verbergen sich strukturelle Probleme: Noch immer leidet die US-Wirtschaft unter Ungleichge- wichten, die sich in den Boom-Jahren aufgebaut haben. Das Leistungs- bilanzdefizit befindet sich auf Rekordhoch, die Verschuldung der Privatleute ebenfalls. Die Überkapazitäten, die während des Investi- tionsrauschs entstanden, sind noch immer nicht vollständig abgebaut, die realwirtschaftlichen Folgen des Börsenchrashs noch nicht verar- beitet. Zu Jahresbeginn verkündete George W. Bush zwar ein Konjunk- tur-Paket in Höhe von 674 Mrd. $, gestreckt über zehn Jahre. Tatsächlich verteile der US-Präsident aber vor allem Wahlgeschenke an die Reichen, kritisieren Volkswirte. Die Wirtschaft bekomme durch dieses Programm kurzfristig kaum neuen Schwung.

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