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04.06.2000

17:45 Uhr

Konjunktursignale stehen weiter auf Grün

HB-Frühindikator: Aufschwung wird sich fortsetzen

Der Handelsblatt-Frühindikator bleibt weiter auf hohem Niveau, auch das Ostbarometer steigt weiter. Die aktuellen US-Konjunkturdaten reduzieren Zinsängste an den Finazmärkten.

HB DÜSSELDORF. Während in Deutschland sich die Signale für ein Wirtschaftswachstum von knapp 3 % mehren, gibt es in den Vereinigten Staaten weitere Anzeichen für eine konjunkturelle Beruhigung. Dies wird auch von den Finanzmärkten so gesehen. Befürchtungen einer weiteren Zinserhöhung in den USA spielten bereits am Freitag kaum noch eine Rolle.

Nach der Entwicklung des Handelsblatt-Frühindikators für Westdeutschland (Tabelle und Grafik) in den Monaten April bis Juni dürfte sich die gleitende Jahresrate für das Wachstum des realen Bruttoinlandsprodukts (BIP) im dritten Quartal auf 2,9 % beschleunigen. Für das zweite Vierteljahr ist nach dem Frühindikator ein Wachstum von 2,7 % zu erwarten. Im ersten Vierteljahr ist die gleitende Jahresrate des gesamtdeutschen BIP von 1,5 auf 2,1 % gestiegen. Der Frühindikator mit seinem Vorlauf vor der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung von etwa einem Vierteljahr hatte diesen Anstieg mit 2,2 % fast punktgenau vorausgesagt.

Der Handelsblatt-Frühindikator ist im Juni zum vierten Mal hintereinander mit 2,9 % auf hohem Niveau geblieben. Dies deutet auf eine Fortsetzung des Aufschwungs ohne überschäumende Dynamik hin. Gleichzeitig scheint die konjunkturelle Erholung nun auch Ostdeutschland in breitem Ausmaß zu erfassen. Das Handelsblatt-Konjunkturbarometer für die neuen Länder verbesserte sich im Juni sprunghaft von 2,9 auf 3,7 % (Tabellen und Grafik). Dabei konnten sich alle in das Barometer eingehenden Einzelwerte verbessern.

Dagegen haben die jüngsten Konjunkturdaten aus den USA nicht nur die Furcht vor weiteren Zinserhöhungen durch die US-Zentralbank gedämpft, sondern auch die Wachstumserwartungen. Analysten rechnen inzwischen mit einem US-Wirtschaftswachstum für das Gesamtjahr 2000 von nur noch etwa 4,7 %; im ersten Quartal hatte das Wirtschaftswachstum noch bei 5,4 % gelegen.

Am Wochenende hatte das Arbeitsministerium in Washington die Arbeitslosenquote für Mai überraschend mit 4,1 % angegeben und damit um 0,2 % höher als für April. Die sich abzeichnende Beruhigung in den USA hat den Abwerungsdruck auf den Euro gemildert: Er schloss am Wochenende deutlich kräftiger auf einem Sechs-Wochen- Höchststand.

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