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30.04.2003

12:42 Uhr

Konkurrenten sollen bei Zusatzdiensten zum Zug kommen

Brüssel billigt Maut-Unternehmen Toll-Collect

Die EU-Kommission hat das Joint Venture von Daimler-Chrysler und Deutscher Telekom zur Erfassung von Mautgebühren mit Auflagen gebilligt. Das Gemeinschaftsunternehmen Toll-Collect habe angeboten, bei Zusatzdiensten auch Konkurrenten mit ins Boot zu lassen, teilte die Kommission am Mittwoch in Brüssel mit. Zu den Zusatzdiensten gehören unter anderem die Verkehrslenkung oder das Flottenmanagement.

HB/dpa BRÜSSEL. Die EU-Kommission befürchtete im Bereich dieser so genannten Telematikdienste eine marktbeherrschende Stellung von Daimler-Chrysler in Deutschland. Um die geplante Lkw-Maut in Deutschland im August einzuführen, ist das Erfassungssystem notwendig.

Die Kommission entschied, dass die Gesellschaft "Telematics Gateway" nicht von Daimler und der Telekom kontrolliert werden darf. Geräte in den Lkw für die Mauterhebung müssten auch mit Systemen anderer Hersteller kombinierbar sein.

Die Gesellschafter von Toll-Collect begrüßten in Brüssel die Entscheidung. Es sei nun eine offene Plattform für Dienstleistungsangebote geschaffen worden. "Die Brüsseler Entscheidung macht es möglich, dass die Gesellschafter von Toll-Collect und andere Anbieter von Zusatzdiensten im Transport- und Flottenmanagement zukünftig - vorbehaltlich einer entsprechenden Entscheidung der Bundesregierung - im Rahmen der Maut-Erhebung im Telematik-Bereich tätig sein können", hieß es in einer Mitteilung. Die Toll Collect GmbH wird zu jeweils 45 Prozent von der Daimler-Chrysler AG (Stuttgart) und der Deutsche Telekom AG (Bonn) gehalten. Der französische Autobahnbetreiber Cofiroute S.A. besitzt die restlichen zehn Prozent.

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