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31.07.2000

14:24 Uhr

ddp SALZGITTER. Das geplante atomare Endlager in einem Salzstock bei Gorleben soll vorerst nicht weiter erkundet, aber als Option offen gehalten werden. Die Deutsche Gesellschaft zum Bau und Betrieb von Endlagern für Abfallstoffe habe im Auftrag des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS) entsprechende Betriebspläne beim Bergamt Celle beantragt, teilte das Bundesamt am Montag in Salzgitter mit. Damit solle die rechtliche Grundlage für das Moratorium der Untertage-Erkundung in Gorleben "für einen Zeitraum von drei bis zu zehn Jahren geschaffen" werden, erklärte der Präsident des BfS, Wolfram König.

Mit dem Antrag entspreche das Bundesamt den Konsensvereinbarungen zwischen der Bundesregierung und den Energieversorgungsunternehmen, teilte König mit. In den kommenden Jahren solle die Sicherheit des geplanten Lagers neu geprüft und mit anderen möglichen Standorten für ein atomares Endlager verglichen werden. Das Moratorium bedeute "keine Aufgabe des Standortes" Gorleben, erklärte die Behörde. Nach Ansicht von Atomkraftgegnern ist der Salzstock aus Sicherheitsgründen für die Endlagerung nicht geeignet.

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