Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

18.01.2001

20:16 Uhr

Konsolidierung nach starkem Anstieg vom Mittwoch

Dax zum Handelsschluss leicht im Minus

Der Dax verlor 17,62 Punkte oder 0,3 Prozent auf 6 635,76 Zähler. Händler sprachen von einer Konsolidierung nach dem starken Anstieg vom Mittwoch.

vwd FRANKFURT. Am deutschen Aktienmarkt haben die Kurse am Donnerstag knapp behauptet geschlossen. Der Dax verlor 17,62 Punkte oder 0,3 Prozent auf 6 635,76 Zähler. Händler sprachen von einer Konsolidierung nach dem starken Anstieg vom Mittwoch. Grundsätzlich bleibe die Stimmung aber weiter gut. Die leichte Erholung am späten Nachmittag führten Beobachter auf die positive Tendenz an den US-Börsen zurück. Daneben hätten sich aber viele Teilnehmer im Vorfeld der am späten Abend anstehenden Microsoft-Zahlen zurückgehalten, hieß es weiter.

MAN , deren Umsatz im Rumpfgeschäftsjahr 2000 etwas höher ausgefallen ist als erwartet, stiegen um 0,2 Prozent auf 29,35 EUR. Zu den Gewinnern gehörten auch Deutsche Telekom, die um 1,1 Prozent auf 38,35 EUR zulegten. Siemens notierten mit 0,3 Prozent auf 152,10 EUR im Plus, und Infineon gewannen 2,1 Prozent auf 46,46 EUR. Dagegen verloren SAP 1,7 Prozent auf glatt 186 EUR, und Epcos fielen um einen Prozent auf 101,38 EUR. Auf der Verliererseite auch E.ON . Die Aktien gaben 0,4 Prozent auf 58,15 EUR ab, weil E.ON vermutlich einen sehr hohen Preis zahlen muss, wenn die Übernahme der britischen Powergen zustande kommen soll.

Merrill Lynch kam bei einer Sum-of-the-Parts-Betrachtung zu einem Wert von weniger als 500 p je Powergen-Aktie. E.ON werde deutlich mehr zahlen müssen, so Beobachter. Auch KarstadtQuelle und adidas-Salomon gaben nach und litten laut Händlern unter der beginnenden Spekulation, wer von beiden wohl aus dem DAX falle, wenn die Post am 19. März in den Index aufgenommen wird. Bevor es da eine eindeutige Entscheidung gebe, bleiben beide unter Druck. Adidas gaben 0,7 Prozent auf 73,88 EUR ab und Karstadt 0,7 Prozent auf 35,97 EUR.

Größter Abgeber waren allerdings Lufthansa , die 2,9 Prozent auf 24,65 EUR verloren. Fundamental seien die Abgaben nicht zu erklären, so Händler. Aber vielleicht hätten hier US-Investoren wieder die hohen Kerosinpreise gespielt und den Wert daher verkauft, hieß es weiter. Am Nachmittag hatte United Airlines besser als erwartete Unternehmenszahlen vermeldet, was den Kursverlust bei Lufthansa noch unerklärbarer machte.

Der Abgabedruck bei den Versicherern nahm deutlich zu, berichteten Händler. Diese immer am Nachmittag aufkommende Tendenz sei schon seit Tagen zu beobachten gewesen, was auf anhaltende Verkäufe durch US-Adressen zurückzuführen sein könne, hieß es weiter. Am Donnerstag habe es dabei besonders Münchner Rück getroffen, die sich um 1,9 Prozent auf 345,22 EUR verbilligten. Allianz verloren dagegen 1,5 Prozent auf 355,61 EUR.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×