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28.01.2003

18:40 Uhr

Konzern hofft nach Kaufzurückhaltung auf Nochholbedarf

Schwaches Inland verdirbt Buderus Geschäft

Die schwache Binnennachfrage hat dem Heizungsbauer Buderus das Geschäft 2002 verdorben. Auch im neuen Jahr spürt der Konzern aus Wetzlar noch kein Anzeichen für eine Nachfragebelebung in den wichtigen Absatzmärkten. Doch für dieses schwache Branchenumfeld fühle sich Buderus gut gerüstet. 2003 stehe auch daher unter günstigeren Vorzeichen, teilte der Vorstand am Dienstag in Wetzlar mit.

dpa/rtr FRANKFURT/MAIN. Durch die starke Kaufzurückhaltung im Vorjahr habe sich ein gewisser Nachholbedarf im deutschen Heiztechnikmarkt aufgebaut. Außerdem werde das Auslandsgeschäft auch dieses Jahr wieder wachsen. Eine konkrete Umsatz- und Gewinnprognose hält der Vorstand aber erst nach dem ersten Quartal für vertretbar. Zu den möglichen Übernahmegelüsten des Automobilzulieferers Robert Bosch, der jüngst seinen Anteil an Buderus aufstockte, äußerte sich der Heiztechnik-Spezialist in seiner Mitteilung nicht.

Das Jahr 2002 schloss der Konzern nach vorläufigen Zahlen mit einem Vorsteuergewinn von 162 Mill. ? ab, das sind 13 % weniger als im Vorjahr. Der Umsatz verringerte sich um 4 % auf 1,86 Mrd. ?. Das erfolgreiche Auslandsgeschäft konnte den Rückgang im Inland nicht vollständig ausgleichen. Außerdem schlugen höhere Rohstoffpreise zu Buche. Die Umsatzrendite belaufe sich auf Basis dieser vorläufigen Zahlen auf knapp 9 Prozent, hieß es weiter.

Das Ergebnis wurde auch durch Investitionen geschmälert. Dazu gehörten unter anderem ein neues Bremsscheibenwerk in der Gusssparte und neue Niederlassungen und Unternehmenskäufe in Großbritannien und in der Türkei. Die Zahl der Beschäftigten verringerte sich leicht auf 9 575. Rechnet man das erstmals einberechnete Feingusswerk Moers heraus, dann ging der Personalstand um zwei Prozent zurück.

Das Ergebnis vor Ertragsteuern erreichte 162 Mill.Euro nach 186 Mill. Euro im Vorjahr, teilte Buderus weiter mit. Verantwortlich dafür seien der mengenbedingt niedrigere Konzernumsatz sowie höheren Rohstoffpreisen. Hinzu kämen Investitionen etwa in den Unternehmensbereichen Gusserzeugnisse und Edelstahlprodukte, Ausgaben für neue Software sowie Firmenübernahmen in Großbritannien und der Türkei.

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