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02.01.2003

15:40 Uhr

Konzern konstruiert Druck-Szenario

Bei Dosenhersteller Schmalbach droht Kurzarbeit

Bei Deutschlands größten Dosenproduzenten Schmalbach-Lubeca zeichnet sich Kurzarbeit ab. "Wenn die Situation sich kurzfristig nicht verbessert, dann kommen wir um Kurzarbeit ab Mitte Januar nicht herum", sagte der Unternehmenssprecher Hartmut Gahmann am Donnerstag.

HB/dpa RATINGEN. Deshalb würden bereits Gespräche mit dem Betriebsrat geführt. Nach dem Auslisten von Getränkedosen durch mehrere Einzelhandelsketten hätten Abfüllfirmen Aufträge storniert.

Derzeit stehe über 80 % der deutschen Produktionskapazität des Ratinger Unternehmens still. "Wenn sich die Situation nicht bessert, werden wir über die Schließung einzelner Werke nachdenken müssen", ergänzte Gahmann. Die Schmalbach GmbH, -Lubeca die 2002 vom US-Konzern Ball übernommen wurde, hat in Deutschland Dosenwerke in Haßloch, Weißenthurm (Rheinland-Pfalz), Braunschweig (Niedersachsen) und Hermsdorf (Sachsen-Anhalt). Dort seien 1 000 Mitarbeiter tätig.

Schmalbach-Lubeca versuche momentan, die Dosen-Auftragslücke mit Wartungsarbeiten und den Abbau von Überstunden von Arbeitszeitkonten zu überbrücken. "Wir appellieren an die Politik, die Arbeitsplätze nicht in Gefahr zu bringen", unterstrich Gahmann. Die Pfandpflicht bei Einweg-Getränkeverpackungen sollte bis zu der Einführung eines bundesweit einheitlichen Rücknahmesystems ausgesetzt werden. In der Hauptsache stünden zum Dosenpfand noch Gerichtsentscheidungen an.

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