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13.02.2003

08:42 Uhr

Konzern will drei Milliarden Euro investieren

VW legt in China rasant zu

Volkswagen hat inmitten der abgebremsten Weltkonjunktur in China seinen Absatz rasant gesteigert und will die Zahl der verkauften Autos dort bis 2007 annähernd verdoppeln.

HB/dpa SINGAPUR. Im vergangenen Jahr habe der Marktführer in der Volksrepublik 513 000 Fahrzeuge abgesetzt und damit 42,8 Prozent mehr als 2001, teilte VW - Vorstand Robert Büchelhofer am Donnerstag in Singapur mit. In vier Jahren sei als Ziel der Verkauf von einer Million Autos angepeilt. China sei inzwischen der wichtigste Auslandsmarkt der Gruppe. Bereits in diesem Jahr werde VW mindestens fünf neue Modelle in China einführen, sagte Büchelhofer. Dies seien die Modelle Gol, Polo Sedan, Touran, Golf A4 und Audi A4. "Der chinesische Automarkt wächst sehr schnell und er wird in den kommenden Jahren weiter schnell wachsen." Über die nächsten vier Jahre seien Investitionen von insgesamt drei Milliarden Euro geplant.

Zu der Frage, ob Volkswagen auch den Export von in China produzierten Wagen plane, sagte das Vorstandsmitglied: "Wir träumen davon." Dazu sei die Zeit allerdings noch nicht reif. Einer der Hauptgründe seien die derzeit noch zu hohen Kosten für Komponenten. Allerdings würden inzwischen bereits einige dort hergestellte Teile nach Deutschland geliefert. "China wird zu einem integralen Teil der weltweiten VW-Operationen werden", sagte Büchelhofer. Dank der massiven Zuwächse auf dem chinesischen Markt stieg den Angaben zufolge der Absatz in der Gesamtregion Asien-Pazifik im vergangenen Jahr um 34,6 Prozent auf mehr als 620 000 Autos. Auf die Region entfielen inzwischen mehr als zwölf Prozent der insgesamt rund fünf Millionen verkauften Fahrzeuge. Weltweit hatte VW 2002 zwei Prozent weniger Fahrzeuge abgesetzt als noch im Vorjahr.

Trotz der Rezession in Japan sei der Absatz dort um 3,3 Prozent auf 72 000 Autos geklettert. Südostasien und Pazifik hätten ein Plus von fast elf Prozent auf rund 37 000 Fahrzeuge verzeichnet.

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