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19.06.2000

11:38 Uhr

Reuters DÜSSELDORF. Die aus Veba und Viag hervorgegangene E.ON AG wird sich wie geplant schrittweise von der Verpackungstochter Schmalbach Lubeca AG trennen. Neuer Mehrheitsaktionär von Schmalbach solle die Allianz-Tochter Allianz Capital Partners werden, teilte E.ON am Montag in Düsseldorf mit. Den außenstehenden Aktionären von Schmalbach werde ein Übernahmeangebot gemacht. Die frühere Viag-Tochter Schmalbach stand schon seit Bekanntwerden der Fusionsabsicht von Veba und Viag auf deren Verkaufsliste. E.ON wurde am vorigen Freitag ins Handelsregister eingetragen und am Montag erstmals an den Börsen gehandelt.

In einem ersten Schritt soll den Angaben zufolge die knapp 60-prozentige Schmalbach-Beteiligung der früheren Viag in die neu gegründete Gesellschaft AV Packaging GmbH eingebracht werden. Diese Firma werde anschließend den außenstehenden Schmalbach-Aktionären anbieten, ihre Aktien für je 7,50 Euro zu übernehmen. Der Kaufpreis liege damit um 2,20 Euro über dem Durchschnittskurs der Schmalbach-Aktie aus dem letzten halben Jahr. Das Kaufangebot soll vom 26. Juni bis zum 9. August gelten. Nach Übernahme der außenstehenden Aktien soll die Beteiligungsgesellschaft der Allianz, Allianz Capital Partners, 51 % an der AV Packaging halten, E.ON werde zunächst noch mit 49 % daran beteiligt sein.

E.ON bekräftigte am Montag die Absicht, langfristig ganz bei Schmalbach auszusteigen, da diese Beteiligung nicht zu den Kerngeschäften Energie und Chemie passe. Der Schmalbach-Vorstand begrüßte den neuen Mehrheitsgesellschafter und empfahl seinen außenstehenden Aktionären die Annahme des Kaufangebots. Allianz Capital Partners sei ein langfristig orientierter Investor, der Schmalbach das für sein strategisches Wachstum nötige Kapital zur Verfügung stellen werde. Zwar sei man auf den Weltmärkten inzwischen gut positioniert. Um sich dort aber behaupten zu können, seien bedeutende Investitionen nötig.

An der Frankfurter Börse notierten die Aktien der neuen E.ON am Montagmittag mit 56,05 Euro um 0,36 % leichter. Schmalbach sprangen entsprechend dem Übernahmeangebot um 29,76 % auf 7,50 Euro.

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