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05.02.2002

14:26 Uhr

Konzernausblick am Mittwoch

EADS steht vor schwierigem Jahr 2002

Der europäische Luft- und Raumfahrtkonzern EADS hat seine Ergebnisziele im abgelaufenen Jahr wohl erreicht, im Jahr 2002 aber mit einem schwierigen Marktumfeld zu kämpfen.

Quelle: Handelsblatt

Reuters MÜNCHEN. Die beiden nächsten Jahre würden schwierig, hatte EADS-Co-Vorstandschef Rainer Hertrich bereits im Dezember 2001 angekündigt. Deshalb sind Experten vor allem auf den Ausblick gespannt, den der Konzern am Mittwoch zusammen mit vorläufigen Zahlen für 2001 geben will. Zum einen leidet die EADS unter der Zurückhaltung der gebeutelten Fluggesellschaften, neue Flugzeuge bei der Tochter Airbus zu bestellen. Andererseits könnte der Konzern auch von steigenden Rüstungsausgaben der Staaten als Folge der Anschläge vom 11. September profitieren.

Die EADS selbst hatte für 2001 ein Umsatzplus von 20 % (2000: proforma 24,2 Mrd. Euro) und einen Anstieg beim Ergebnis vor Steuern und Zinsen von 15 % (2000: proforma 1,4 Mrd. Euro) in Aussicht gestellt. Philippe Camus, der den Konzern mit Hertrich in einer Doppelspitze führt, hatte bereits im Januar gesagt, EADS habe diese Ziele erreicht. "Der Umsatz sollte sogar ein bisschen drüber liegen, in der Größenordnung von 31 Mrd. Euro." Der Auftragseingang sollte etwa das Doppelte, also rund 60 Mrd. Euro, ausmachen. Die EADS war im Juli 2000 aus der Fusion der Daimler-Chrysler-Tochter Dasa, der französischen Aerospatiale und der spanischen Casa hervor gegangen.



EADS setzt auf Rüstungsnachfrage

Die Tochter Airbus, an der die EADS 80 % hält, macht rund 70 % der Konzernumsätze aus. Deshalb wird sich die EADS auch durch höhere Rüstungsumsätze der Krise in der Luftfahrtbranche nicht vollkommen entziehen können. "Ich erwarte einen starken Rückgang bei den Auftragseingängen im laufenden Jahr", sagte Martina Jung, Analystin beim Bankhaus Metzler. Airbus rechnet für das laufende Jahr mit rund 300 ausgelieferten Flugzeugen, nach 320 im vergangenen Jahr. Erst gegen Jahresende wird eine Erholung des kommerziellen Luftverkehrs erwartet. In den Rüstungssparten setzt die EADS vor allem auf eine steigende Nachfrage nach Hubschraubern, Raketensystemen, Militärsatelliten und Aufklärungstechnologie.

An der Pariser Börse notierten die EADS-Aktien am Dienstag 0,7 % im Plus bei 13,05 Euro. Nach den Anschlägen waren die Aktien auf Kurse von knapp über zehn Euro eingebrochen. Vor einem Jahr hatten die Titel noch bei rund 23 Euro notiert.

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